Reportage

Bauliche Erneuerung und christliche Tradition

24.03.2018, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die Neugestaltung der Nürtinger Kreuzkirche 1927/28 und ihre Hintergründe – Von Steffen Seischab

Das Tympanon im Westportal der Nürtinger Kreuzkirche Foto: Seischab

In der „Süddeutschen Zeitung“ vom 5. März dieses Jahres diskutierte eine Gruppe ostdeutscher Kuratoren über den vergleichsweise geringen Stellenwert von Künstlern der ehemaligen DDR im öffentlichen Bewusstsein. Oft als sozialistische Propagandakünstler abgestempelt, entsprach ihr realistischer Darstellungsstil nicht dem nach 1945 in Westdeutschland verankerten Dogma der Abstraktion als Wesensmerkmal moderner Kunst.

Demgegenüber machte sich der figürliche Realismus der ostdeutschen Maler seltsam traditionalistisch aus. Künstler wie Werner Tübke gingen sogar bis zur altdeutschen Malerei des 16. Jahrhunderts zurück, um sich in ihrer Formensprache davon inspirieren zu lassen. Das glaubte man im Westen hinter sich gelassen zu haben, wo – den Schrecken der nationalsozialistischen Kulturbarbarei entronnen – an die Avantgardekunst der Zwischenkriegszeit angeknüpft werden sollte. Was diesem Ideal nicht entsprach, galt als rückständiges Relikt überwundener Kunstkonzeptionen.

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