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Bald Superminis wie im Osten?

23.05.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(bwk) Bis vor Kurzem galt es als Entlastung der Verkehrsprobleme in Ballungsräumen: Autos nach Bedarf mit anderen zu nutzen, wozu mit Carsharing („Auto teilen“) ein englischer Begriff herhalten musste. Die sogenannte neue Mobilität schien Zukunft zu haben, als Daimler im Jahre 2009 mit Car2go in Ulm mit Smart-Fahrzeugen begann – und fünf Jahre später dort schon wieder dichtmachte, weil man nicht in die schwarzen Zahlen kam. Trotz weltweiter Pläne schloss man sich wegen mangelnder Rentabilität 2019 mit der Konkurrenz namens Drive-Now von BMW zum Unternehmen Share-Now zusammen, um sich nur ein Jahr später nicht nur aus den USA, sondern auch aus London, Brüssel und Florenz zurückzuziehen.

Derzeit scheint es nicht günstig, Autos mit anderen zu teilen: Wer weiß schon, wer vor einem mit feuchten Händen am Lenkrad gesessen hat? Auch eine andere zukunftsträchtig erscheinende Fortbewegungsart leidet unter Schwund: Es ist schwierig, in öffentlichen Verkehrsmitteln einen Sicherheitsabstand von mindestens anderthalb Metern einzuhalten.

Was bleibt: Auf dem Fahrrad der Ansteckungsgefahr ausweichen? Oder doch allein oder zu zweit im eigenen Kleinwagen fahren und weiterhin die Straßen verstopfen? In Japan herrscht zwar auch chronischer Stau, aber sage und schreibe vierzig Prozent des Marktes nehmen die sogenannten Kei-Cars ein, Kleinstwagen, die nicht länger als 3,39 Meter und nicht breiter als 1,48 Meter sein dürfen. Der Hubraum ist auf 660 Kubikzentimeter begrenzt, die Leistung auf 64 PS/47 kW.


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