Schwerpunkte

Reportage

Ängste bestimmen unser Leben

06.08.2022 05:30, Von Gunter Keller — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

„Wer keine Angst hat, hat keine Phantasie“, so formulierte es Erich Kästner. Derzeit mangelt es wahrlich nicht an Gründen und Auslösern für Ängste. Waldbrände, die Inflation, Energieknappheit, der Krieg in der Ukraine, Hungerkrisen und die manifeste Klimakatastrophe ängstigen uns – zu Recht.

Es gibt Ängste, die mit den ganz persönlichen Lebensumständen verbunden sind. Bei jungen Menschen sind angstauslösend oft die schulischen oder beruflichen „Herausforderungen“ – so nennen die Firmenchefs, die Modernisierer und die Karriereberater die Entwicklungen, die oft immense Zumutungen in Bildung und Ausbildung oder im vor Krisen sicher geglaubten Beruf bereithalten und eben auch in Scheitern oder Arbeitslosigkeit enden können. Sind meine Kenntnisse und Fähigkeiten auch in der Zukunft noch gefragt, werde ich auch in Zukunft meinen Lebensunterhalt bestreiten können? So fragen sich manche, die in der sich rasch wandelnden Autoindustrie oder in der Landwirtschaft, der Tourismusbranche oder dem Energiesektor arbeiten.

Bei älteren Menschen ist oft die Angst vorhanden, mit der rasanten Entwicklung unserer Gesellschaft nicht mehr mitzukommen und technisch abgehängt zu werden, die Angst vor Krankheit und Pflegebedürftigkeit, vor Alterseinsamkeit, vor dem Verlust von Freunden und Angehörigen im gleichen Alter.


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