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Rekordergebnis zum Ende der 31. Saison von Licht der Hoffnung

04.03.2022, Von Lutz Selle — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Licht der Hoffnung: Die 31. Saison der Weihnachtsspendenaktion der Zeitung schließt mit dem neuen Höchstergebnis 137 859 Euro ab. Sechs Projekte können damit umgesetzt werden. Die Bewerbungsfrist für die nächste Saison läuft.

Das Zwei-Mann-Musikkabarett Schwarze Grütze aus Potsdam hat zu den Künstlern gezählt, die beim Festival auftraten.  Foto: Just
Das Zwei-Mann-Musikkabarett Schwarze Grütze aus Potsdam hat zu den Künstlern gezählt, die beim Festival auftraten. Foto: Just

Seit 31 Jahren gibt es die Weihnachtsspendenaktion „Licht der Hoffnung“ der Nürtinger und Wendlinger Zeitung, bei der die Gelder für ausgewählte soziale Projekte mit Verantwortlichen aus der Region ausgeschüttet werden. Noch nie in der Geschichte der Aktion waren die Spenderinnen und Spender jedoch so großzügig und fleißig wie dieses Mal. Mit einer Abschlusssumme von fantastischen 137 859 Euro haben die Leserinnen und Leser der Zeitung sowie Unternehmen und Institutionen aus der Region das nur zwei Jahre alte bisherige Rekordergebnis von 129 412 Euro geradezu pulverisiert. Und das, obwohl die Bedingungen durch die Corona-Krise alles andere als ideal waren. Allen Unterstützern von „Licht der Hoffnung“ wollen wir hiermit noch einmal von ganzem Herzen Danke sagen. Die letzten Spender, die den Endbetrag vervollständigt haben, waren Jürgen und Edith Baumgärtner aus Nürtingen sowie Helga Benz und Rolf Buck.

Wer jetzt noch Geld auf eines der Spendenkonten überweist, die natürlich weiterhin Bestand haben, leistet damit das Startkapital für die 32. Saison von „Licht der Hoffnung“. Welche Projekte dann damit unterstützt werden, ist jedoch noch völlig offen.

Die 137 859 Euro der 31. Saison hingegen werden im Laufe der kommenden Woche komplett verteilt und ausgezahlt für die folgenden sechs Projekte: Die Diakonische Bezirksstelle Nürtingen wird ein Nachsorgepaket für Familien schnüren, die durch die Corona-Pandemie in finanzielle Probleme geraten sind. Das Evangelische Jugendwerk wird ein Beachvolleyballfeld in der Braike bauen und betreiben. Das psychotherapeutische Kinderheim Haus Aichele in Beuren wird umfangreich umgebaut und nach den neuen Brandschutzvorschriften fit für die Zukunft gemacht. Der Bempflinger Verein Eldoret Kids wird die Schulgebühren für über 60 Kinder in Kenia finanzieren können. Der Arbeitskreis Afrika der katholischen Kirchengemeinde St. Johannes Nürtingen wird in Mamfe im englischsprachigen Teil Kameruns ein Ernährungsprogramm zur Linderung von Hunger und Unterernährung von Schulkindern umsetzen können. Und in Nepal werden – organisiert durch den Schlaitdorfer Alfred Kuon, der einen guten Freund in Nepal hat – gerade eine Wasserleitung und eine Biogasanlage gebaut.

Durch die unerwartet hohe Spendenbereitschaft in dieser Saison können fast alle Projektverantwortlichen in der kommenden Woche eine höhere Summe erwarten als bei ihrer Bewerbung gewünscht.

Für fast alle Projekte gibt es mehr Unterstützung als zuvor erhofft

Nicht mehr zu hoffen gewagt hatten im vergangenen Herbst die Organisatoren des die Aktion flankierenden Festivals der Hoffnung, dass die sechs geplanten Kulturabende alle über die Bühne gehen könnten. Hatten die Corona-Vorschriften ein Jahr zuvor nach dem Auftakt am 3. Oktober im K3N doch die Absage aller geplanten Konzerte erzwungen.

Diesmal gab es jedoch jede Menge Kultur live – sogar jeweils im Doppelpack. Alle Künstlerinnen und Künstler zeigten ihre Show an einem Abend zweimal über nur eine Stunde, damit trotz der Vorschrift, die Hallen nur maximal zu 50 Prozent zu füllen, genug Zuschauer in den Genuss von The Cast, den Rockstars der Oper, in Wendlingen, dem Kabarettisten Carsten Höfer in der Kelter in Beuren, des bayerischen Ensembles Saitenklang & Nachtigallengesang in der Kreuzkirche in Nürtingen, dem Zwei-Mann-Musikkabarett Schwarze Grütze im Udeon in Unterensingen, Lady Sunshine und Mr. Moon in der Melchiorhalle in Neckartenzlingen und Cabo Cuba Jazz in Frickenhausen kamen.

An denselben sechs Veranstaltungsorten wird es auch im kommenden Winter wieder zu Auftritten im Rahmen des Kulturfestivals kommen. Wenn es dann wieder erlaubt ist, auch wieder in vollen Hallen bei einem zweistündigen Programm mit Pause zwischendurch.

Für die 32. Saison der Hilfsaktion „Licht der Hoffnung“ beginnt nun auch wieder die Bewerbungsfrist für Projekte, aus denen unsere Jury wieder sechs Projekte aussucht, die von den Spenden profitieren. Mit konkreten Projekten können sich Vereine, Organisationen oder Gruppen bewerben. Personalkosten werden allerdings nicht finanziert und die Verantwortlichen der Projekte müssen aus dem Verbreitungsgebiet dieser Zeitung kommen. Wer mit seiner Bewerbung vor einem Jahr nicht zum Zuge kam, darf natürlich auch einen neuen Versuch starten.

Vereine, Organisationen und Gruppierungen, die in der 32. Saison der Aktion „Licht der Hoffnung“ bei sozialen Projekten finanzielle Unterstützung benötigen, können sich bis Mitte Juni bewerben. Dazu nötig ist eine Kurzbeschreibung des Anliegens (nicht mehr als zwei DIN-A4-Seiten) unter Nennung eines groben Finanzbedarfs per Brief (nicht per E-Mail) an: Nürtinger Zeitung, Licht der Hoffnung, Carl-Benz-Straße 1, 72622 Nürtingen.

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