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Licht der Hoffnung sucht noch Projekte

11.07.2020, Von Lutz Selle — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Licht der Hoffnung: Für die 30. Saison der Weihnachtsspendenaktion werden noch unterstützungswürdige Projekte gesucht

Bei den derzeitigen sommerlichen Temperaturen fällt es schwer, bereits an Weihnachten zu denken. Aber es muss sein: Denn am 18. Juli endet die Bewerbungsfrist für die nächste Saison der Spendenaktion „Licht der Hoffnung“. Und wir suchen noch soziale Projekte, die finanziell unterstützt werden. Die Teilnahme lohnt sich. Zuletzt wurden mehr als 129 000 Euro verteilt.

Längerfristiges Projekt: der Bühnenbauwagen des Trägervereins Freies Kinderhaus wurde für die Restaurierung komplett zerlegt.  Foto: Selle
Längerfristiges Projekt: der Bühnenbauwagen des Trägervereins Freies Kinderhaus wurde für die Restaurierung komplett zerlegt. Foto: Selle

Die 29. Saison von „Licht der Hoffnung“ der Nürtinger und Wendlinger Zeitung war die bisher finanziell erfolgreichste der Weihnachtsspendenaktion überhaupt. 129 412 Euro gingen als Erlöse von diversen Veranstaltungen und an Spendengeldern von Unternehmern sowie Leserinnen und Lesern ein. Die Summe wurde komplett an sechs ausgewählte soziale Projekte mit Initiatoren aus der Region ausgeschüttet.

Der Bedarf an finanzieller Unterstützung für die gute Sache dürfte in Corona-Zeiten nicht geringer geworden sein. Trotzdem sind bisher weniger Bewerbungen als zum selben Zeitpunkt in den Vorjahren eingegangen. Viel Zeit bleibt gleichwohl nicht mehr, um die Bewerbungsunterlagen fertigzustellen. Nur noch bis Samstag, 18. Juli, werden die Einsendungen berücksichtigt. Die mehrköpfige Jury von „Licht der Hoffnung“ wird dann voraussichtlich noch vor den Sommerferien entscheiden, welche sechs Projekte in der 30. Saison der Hilfsaktion unterstützt werden.

Die 29. Saison von „Licht der Hoffnung“ ermöglichte die Verwirklichung von folgenden sozialen Projekten: Die Behinderten-Förderung Linsenhofen (BFL) konnte sich beim Umbau des Wohnheims für Menschen mit Behinderung in Oberboihingen mit zeitgemäßer Ausstattung mehr Wünsche erfüllen als erwartet, der Nürtinger Tafelladen hatte das Geld für die Anschaffung eines neuen Kühlfahrzeugs für den Transport der Waren, der Arbeitskreis Leben (AKL) kann sich nun die Ausbildung von 15 Ehrenamtlichen zu Krisenbegleitern leisten und wird zudem sein Schulpräventions-Projekt und die Fortbildung der aktuellen Krisenbegleiter ausbauen, der Verein „Eine Welt“ aus Köngen kann nun die Herstellung und Vermarktung von Meliponen-Honig in Nicaragua fördern, um über 100 indigenen Frauen eine Lebensgrundlage zu ermöglichen. Zudem wird in Afrika bereits kräftig gebaut: Unter der Leitung des Nürtinger Vereins Namél entsteht eine kleine Kinder-Kultur-Werkstatt in Gambia und in Nairobi in Kenia leitet der Nürtinger Hermann Eberbach im Auftrag der Christlichen Fachkräfte International (CFI) den Bau einer Werkstatt-Schule mit Wohnhaus für junge Männer aus den Slums.

Im Jahr 2019 hatten Spendengelder in einer Gesamtsumme von 126 419 Euro ermöglicht, das Bürgerhaus Krone in Oberensingen besser auszustatten, die evangelische Versöhnungskirche in der Nürtinger Braike zum Zentrum für Jugendarbeit umzubauen, den Bühnenbauwagen des Trägervereins Freies Kinderhaus aus dem Jahr 1963 zu restaurieren, die von der Diakonischen Bezirksstelle bereitgestellte Wohnung für Schwangere in Notlagen ordentlich einzurichten, die Schulbildung von Kindern und Waisen in El Laurel in Ecuador zu ermöglichen und ein Fahrzeug zum Einsatz in Simbabwe für die von Helga Landsmann organisierte Schreinerausbildung von Einheimischen anzuschaffen.

Soziale Projekte dieser Art – regional und international – sollen auch in der 30. Saison von „Licht der Hoffnung“ unterstützt werden. Mit konkreten Projekten können sich Vereine, Organisationen oder Gruppen bewerben. Personalkosten werden allerdings nicht finanziell unterstützt. Und die Verantwortlichen der Projekte müssen aus dem Verbreitungsgebiet der Nürtinger oder Wendlinger Zeitung kommen. Wer sich vor einem Jahr bereits beworben hat und nicht zum Zuge kam, darf natürlich nun einen neuen Versuch starten.

Wer durch „Licht der Hoffnung“ unterstützt werden möchte, kann sich noch bis zum 18. Juli bewerben. Dazu nötig ist eine Kurzbeschreibung des Anliegens (nicht mehr als eineinhalb DIN-A4-Seiten) unter Nennung eines groben Finanzbedarfs per Brief (nicht per E-Mail) an: Nürtinger Zeitung, Licht der Hoffnung, Carl-Benz-Straße 1, 72622 Nürtingen.

Licht der Hoffnung