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Nürtingen

Licht der Hoffnung: Ein Volleyballfeld für die Nürtinger Versöhnungskirche

13.11.2021, Von Johannes Aigner — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Licht der Hoffnung: Auf der Fela-Wiese bei der Versöhnungskirche in Nürtingen soll durch die eingehenden Spendengelder ein neues Angebot ermöglicht werden.

Auf der Fela-Wiese in der Braike besteht Handlungsbedarf. Diakon Jochen Rohde wünscht sich ein Beachvolleyballfeld für die Fläche. Foto: Aigner
Auf der Fela-Wiese in der Braike besteht Handlungsbedarf. Diakon Jochen Rohde wünscht sich ein Beachvolleyballfeld für die Fläche. Foto: Aigner

NÜRTINGEN. Für Diakon Jochen Rohde ist Kirche nicht nur Gottesdienst. Das merkt man, wenn er über die vielen Gruppen und Projekte redet, die in der Versöhnungskirche mittlerweile ihre Heimat gefunden haben. „Bei Nova, der jungen Kirche, geht es zum Beispiel viel mehr um die Begegnung“, erläutert Rohde. „Klar trifft man sich auch zum Gottesdienst. Doch das ist wirklich nur ein Bruchstück der Zeit, die die Leute hier verbringen. Die meisten hängen davor oder danach noch ein bisschen zusammen rum, unterhalten sich, spielen auch zusammen.“

Immer wieder kamen Mitglieder des Evangelischen Jugendwerks, aber auch andere auf den Diakon zu. Zwar gebe es in der Nähe einen Bolzplatz, um zu kicken, berichteten sie. Doch sie würden gerne Beachvolleyball spielen. Dafür gebe es in Nürtingen allerdings nahezu keine Möglichkeit. Und die bestehenden Felder seien so heruntergekommen, dass es keinen Spaß mache.

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Wer nur für ein bestimmtes Projekt spenden möchte, schreibt auf den Überweisungsträger das entsprechende Spendenstichwort dazu: Familie (für das Corona-Nachsorgepaket der Diakonie für sozial schwache Familien), Jugend (für das Beachvolleyballfeld des Evangelischen Jugendwerks), Kinder (für die Umbauarbeiten im Haus Aichele), Kenia (für Schulgebühren für Kinder in Kenia), Kamerun (für das Ernährungsprogramm für Kinder in Mamfe) oder Nepal (für den Bau einer Wasserleitung und einer Biogasanlage).

„Ganz unterschiedliche Menschen aus verschiedenen Nationen, jung und alt, haben mich angesprochen. Wir haben dann diskutiert, wie wir das umsetzen könnten“, erzählt der Diakon. „Einfach nur ein Sandfeld auszubaggern bringt ja nicht viel. Jemand muss sich langfristig darum kümmern.“ Einige ehrenamtliche Mitarbeiter erklärten sich bereit dazu, die Instandhaltung und Überwachung des Feldes zu übernehmen. Damit die Witterung dem Feld nicht zusetzt, soll ein Abdeckvlies darübergelegt werden, wenn niemand spielt.

Um Vandalismus vorzubeugen, soll das Feld abschließbar sein. Der Schlüssel kann bei den Ehrenamtlichen oder dem Hausmeisterservice der Gemeinde abgeholt werden. „Es ist aber auch angedacht, dass es Freispielzeiten gibt, in denen jeder ohne vorher zu fragen das Feld benutzen kann“, sagt Rohde.

10 000 bis 15 000 Euro veranschlagen die Verantwortlichen für das Projekt. Für die Kirche eine ziemlich hohe Summe. Deswegen erbaten der Diakon und sein Team die Hilfe von „Licht der Hoffnung“. Und sie versprechen, dass jeder Cent der Spende einzig und allein in die Materialien fließt, die für die Anlage gebraucht werden. Die Ehrenamtlichen, die sich später um das Feld kümmern, werden es auch bauen.

„Die sind alle handwerklich sehr begabt“, berichtet der Diakon. „Außerdem haben sie gute Beziehungen. Wenn wir einen Bagger ausleihen müssen, um das Feld auszuheben, ist das kein Problem.“ Natürlich habe er sich mit den anderen Verantwortlichen des Projektes umgeschaut und ähnliche Felder anderer Einrichtungen studiert: „Wir wollen ja nicht das Volleyballfeld neu erfinden.“

Dass die Entscheidung auf eine neue Sportstätte dieser Art fiel, hatte auch viel mit den idealen Voraussetzungen am Standort zu tun. Während des evangelischen Ferienlagers können die Kinder das Feld mitbenutzen. Sanitäre Einrichtungen sind im Gebäude nebenan vorhanden. „Wer zum Beispiel vor einem Treffen im Gemeindehaus Lust hat, eine Runde Volleyball zu spielen, der will sich ja danach duschen, weil er später nicht verschwitzt mit seinen Freunden rumhängen möchte“, sagt Rohde. „Das Feld kann ein weiterer Baustein sein, sodass die vielen Zahnräder hier noch mehr ineinandergreifen und noch mehr Begegnung stattfindet.“

Der Baubeginn für die neue Anlage ist im kommenden Frühjahr geplant. Fertig werden soll sie im Idealfall pünktlich zum Nürtinger Bezirkskirchentag am 17. Juli. Rohde plant auch ein kleines Fest zur Einweihung. „Bei einer Grillparty wollen wir den Ehrenamtlichen gebührend danken, dass sie sich um den Bau und auch um die Instandhaltung kümmern.“

Die Verantwortlichen der Projekte, die von der Spendenaktion „Licht der Hoffnung“ profitieren, betreuen jeweils einen Abend der Kulturveranstaltungsreihe. Die künftigen Beachvolleyballer sind am heutigen Samstagabend im Treffpunkt Stadtmitte in Wendlingen im Einsatz. Dort gastieren „The Cast“, die Rockstars der Oper. Für die Auftritte um 18 und 20.30 Uhr gibt es noch Eintrittskarten.

Licht der Hoffnung