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Zeitung in der Schule startet wieder

29.10.2021 05:30, Von Andreas Warausch — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Am 8. November startet unser Traditionsprojekt „Zeitung in der Schule“. Gestern fand die digitale Einführungsveranstaltung dazu statt.

NÜRTINGEN. Der Herbst ist Projektzeit. Seit 2003 schon. Da boten wir bereits damals zusammen mit unseren Partnern von der Kreissparkasse „Zeitung in der Schule“ für Schülerinnen und Schüler aller Schularten ab der achten Klassenstufe an. So gehen wir dieses Jahr bereits in die 19. Runde. Mit dabei sein werden ab dem 8. November für sechs Wochen über 800 Schülerinnen und Schüler aus 34 Klassen. Gestern gab es für deren Lehrkräfte eine Einführungsveranstaltung – man traf sich wie in der Coronazeit eingeübt im digitalen Raum.

Dass auch das gesamte Projekt immer digitaler werde, unterstrich Projektredakteur Andreas Warausch zur Begrüßung der Gäste der virtuellen Veranstaltung, zu der sich über 20 Lehrkräfte angemeldet hatten. Sein Dank galt den Lehrerinnen und Lehrern. Sie bauen mit ihrer Teilnahme am Projekt – ob zum wiederholten oder zum ersten Mal – die Brücke zu den jungen Menschen, die ganz im Mittelpunkt stehen sollen.

Sein Dank galt aber freilich auch Marcus Wittkamp, dem Geschäftsführer der Bildungsstiftung der Kreissparkasse. Denn nicht zuletzt das verlässliche Engagement der Stiftung ist es, das das Projekt ermöglicht. Wittkamp wiederum erläuterte, warum die Stiftung so treu und brav zu „Zeitung in der Schule“ und den Partnern steht. Viele Projekte unterstütze die Bildungsstiftung. Lesekompetenz sei dabei ganz wichtig, unterstrich Wittkamp. Diese könne mit einem Partner wie der Nürtinger/Wendlinger Zeitung hervorragend gefördert werden. Denn: „Was gibt es denn Schöneres am Morgen, als eine Tageszeitung zu haben?“ Dabei, hielt Wittkamp fest, komme es gar nicht darauf an, ob man diese Zeitung digital oder althergebracht auf Papier konsumiere.

Eben auf die digitale Dimension ging auch Tilmann Radix vom organisierenden Dortmunder Mediaconsulting Team (mct) ein, als er den Lehrkräften in gewohnt souveräner und eingängiger Weise Struktur und Angebote des Projekts vorstellte. Seine Agentur verstehe die Projekte als Medienkompetenz-Projekte. Radix: „Das Thema ist immer wichtiger geworden.“ Klar. Denn gerade die digitalen Medien nehmen immer mehr Raum im Leben der Jugendlichen und Kinder ein. Durch Internet und soziale Medien müsste gerade die jüngere Generation konstant mit Informationen umgehen und diese bewerten. Dabei sei es eine Herausforderung, dass jeder nun eine große Reichweite erlangen könne, ohne aber journalistische Maßstäbe anlegen zu müssen.

Doch die Frage, welchen Informationen man trauen kann und welchen nicht, werde dadurch immer wichtiger, so Radix. Fake News sind leider in aller Munde, deshalb bieten die Unterrichtsmaterialien auch ein Modul zu diesem Thema an. Überhaupt aber hat das Projekt zwei Ziele: Zum einen soll den Jugendlichen die Fähigkeit vermittelt werden, Informationen richtig bewerten und einschätzen zu können. Zum anderen soll ihnen gezeigt werden, dass es eine journalistische Profession gibt, dass da Menschen sind, die dazu ausgebildet sind, nach verlässlichen Kriterien Nachrichten und Meinungen auszuwählen und zu verbreiten. „Wir wollen Orientierung im Informationsdschungel bieten“, sagt Radix.

Deshalb werden die Schülerlinnen und Schülern auch während des Projekts nicht nur sechs Wochen lang gratis mit der Nürtinger/Wendlinger Zeitung analog und digital in Form von Homepage und E-Paper-App versorgt. Sie sollen auch selbst zu Journalisten werden. Denn ihre Artikel und Bilder werden im Projektzeitraum in der Printausgabe, im Internet und über die App veröffentlicht werden.

Genützt werden können dazu auch die Angebote der Kreissparkasse, die Marcus Wittkamp vorstellte. Da gibt es unter anderem ein Bewerbertraining, Einblick in die Börse samt Planspiel und – ganz wichtig für junge Menschen – eine Einführung in die digitale Finanzbildung.

Und natürlich soll es auch wieder Kontakt zu den Zeitungsmachern geben: Wie in der Coronazeit bewährt, wird Projektredakteur Andreas Warausch die Klassen auf Einladung hin virtuell besuchen.

Zeitung in der Schule

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