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Corona-Zahlen bei DHL-Frachtzentrum in Köngen weiter gestiegen

14.10.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die Anzahl der mit dem Coronavirus infizierten Mitarbeiter im Köngener Frachtzentrum ist nach Angaben des Landratsamtes gestiegen. Foto: NZ-Archiv
Die Anzahl der mit dem Coronavirus infizierten Mitarbeiter im Köngener Frachtzentrum ist nach Angaben des Landratsamtes gestiegen. Foto: NZ-Archiv

KÖNGEN (red). Die Anzahl der Mitarbeiter, die sich im Köngener Frachtzentrum mit dem Coronavirus infiziert haben, ist nach Angaben des Landratsamtes auf 85 Personen gestiegen. 56 von ihnen leben im Landkreis Esslingen. Es ist nicht klar, wie die Infektion ins Frachtzentrum eingeschleppt wurde. Oder wer sie eingeschleppt hat. „Wahrscheinlich ist, dass sich das Virus auch außerhalb des Unternehmens in der Mitarbeiterschaft verbreitete“, sagt die Pressesprecherin des Landratsamts, Andrea Wangner. Zudem könne nicht geklärt werden, ob es eine Person gewesen sei, die das Virus in den Betrieb gebracht habe, oder es mehrere gewesen seien.

Am vergangenen Donnerstag hatte das Landratsamt in einer eilends einberufenen Pressekonferenz über das Infektionsgeschehen informiert. Damals war von 76 Infizierten die Rede – ein vorläufiger Wert. Ein DHL-Sprecher kündigte an, dass alle 500 Beschäftigen des Köngener Frachtzentrums getestet würden. „Es stehen noch weitere 250 Tests im Raum“, sagte er. Dass es zu einer Schließung des Frachtzentrums kommt, hat Vizelandrätin Marion Leuze-Mohr am Freitag allerdings ausgeschlossen. DHL teilte mit, dass die Pakete wie gewohnt zugestellt würden. Ein anderes Frachtzentrum helfe derzeit aus.

Rund 80 Prozent der DHL-Mitarbeiter habe einen Migrationshintergrund. Das Gesundheitsamt mutmaßt, der Kern des Problems könnten Verständigungsprobleme sein, Mitarbeiter würden möglicherweise die Infektionsschutzregeln nicht verstehen.

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