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Auto

Sicherer oder eher nervend?

30.05.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(gj) Es piept, rüttelt und zerrt: Für die einen ist es ein Segen, dass in modernen Autos Sicherheitssysteme vor allen möglichen Hindernissen warnen und gegebenenfalls in Notsituationen sogar eingreifen. Für die anderen ist es in erster Linie nervig, häufig hör- oder fühlbare Botschaften ins Wageninnere gespielt zu bekommen.

So berichtet die langjährige Mercedes-Liebhaberin Helga S. von ihrem neuen CLA, bei dem sie regelmäßig damit zu tun hat, die Parkpiepser zu deaktivieren, „weil mich das mahnende Klingeln beim Annähern an Fahrzeuge vorne und am Heck nur nervös macht. Zudem wird jeder Grashalm am Rande der kleinen Straße gemeldet, wenn ich zu unserem Gartengrundstück fahre.“ Über vierzig Jahre habe sie ihre Autos stets sicher und ohne Karambolagen passgenau in jegliche Parklücke gesetzt. „Ich habe eher das Gefühl, man wird unaufmerksamer, denn die Systeme werden es im Fall der Fälle schon richten.“

Helga S. sieht zweifellos auch die positiven Seiten, denn wenn sie mal gezwungen ist, durch einen unvermittelt ausscherenden Autofahrer kräftig auf die Bremse zu treten, „straffen sich die Gurte, und ich weiß, dass ich für einen möglicherweise unvermeidbaren Aufprall bestmöglich geschützt bin“. Aber sie empfindet sich im ständigen Spannungsfeld – etwa abzuwägen, ob der Spurverlassenswarner ausgeschaltet werden sollte, weil sie wegen Baustellen-Kennzeichnungen auf der Fahrbahn gegen die Systemeingriffe anlenken muss.


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