Auto

Die Minutenmiete feiert Geburtstag

23.11.2019 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(jod) Vor zehn Jahren wurde in Ulm eine damals verrückt anmutende Idee erstmals in die Tat umgesetzt: Autos in einer Stadt verteilen und jeder Person mit Führerschein nach einer simplen Registrierung die Nutzung gewähren. Das war die Geburtsstunde der Miete zum Minutentarif – ohne Übergabe- oder Abnahmeprotokoll, ohne Kontrollmöglichkeit, was mit dem Auto auf der Straße geschieht.

Den Kern des Pilotprojekts von Car2Go bildeten bis zu 200 Smart Fortwo. Heute bietet das Unternehmen, im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem BMW-Projekt Drive-Now zu Share-Now fusioniert, vier Millionen Nutzern in 31 Städten 20 000 Fahrzeuge verschiedener Klassen. In Amsterdam, Madrid, Paris und Stuttgart fährt die Flotte rein elektrisch. Das verspricht nicht nur bessere Luft in der Stadt. Einzelne Studien bescheinigen dem Konzept auch Erfolge im Kampf gegen verstopfte Innenstädte: Ein Carsharing-Auto soll bis zu acht Privat-Pkws von der Straße holen – wenn Haushalte auf ein eigenes Auto verzichten.

Auf seinem Weg musste das Unternehmen viel lernen, gesteht Simon Broesamle, bei Share-Now für neue Geschäftsideen zuständig. Fahrzeuganzahl und Geschäftsgebiete wurden mehrmals angepasst, inzwischen verbessern Algorithmen die Wege für Wartung, Reinigung, Betankung oder Nachladen der Fahrzeuge. Befürchtungen über sorglosen Umgang oder Vandalismus haben sich, abgesehen von einigen wenigen schwarzen Schafen, nicht bestätigt.


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