Radsport

Höhenlage wird zum Härtetest

14.07.2022 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Mountainbike: Schwarzbauer und Böhm starten beim Weltcup in Andorra.

Ein Weltcup mit vielen Unbekannten wartet auf die Mountainbiker aus der Region am kommenden Wochenende: der Zwergstaat Andorra in den Pyrenäen lädt zum großen Kräftemessen auf fast 2000 Meter über dem Meer. Das Rennen in Vallnord ist das einzige Cross-Country-Rennen, das an der Bergstation einer Seilbahn gestartet wird.

Für Kira Böhm ist es das erste Mal, dass sie in Andorra an den Start geht – und das erste Mal in so einer Höhe: „Mein höchstes Rennen war bisher Lenzerheide, da habe ich die Höhe gut verkraftet“, so Böhm. Auch der Reuderner Luca Schwarzbauer (Canyon CLLCTV) zeigt Respekt vor dem Weltmeisterschaftskurs von 2015. „Er gehört jetzt sicher nicht zu meinen Lieblingsstrecken“, räumt der 25-Jährige ein. Doch beflügelt vom Erfolg in Lenzerheide könnte er auf der anspruchsvollen Strecke im Skigebiet Parisal erneut punkten. „Wichtig ist, dass ich mir am Freitag beim Shorttrack einen guten Startplatz für Sonntag sichere“, wiederholt Schwarzbauer fast gebetsmühlenartig sein Mantra. Ob es aber erneut für eine Top-Platzierung reichen wird, bleibt beim letzten europäischen Weltcup vor Europa- und Weltmeisterschaften offen. Gemeinsam mit seinem südafrikanischen Trainer hat er schon erste Videoanalysen der Strecke vorgenommen. „Wenn Kopf und Beine alles mitmachen, ist es eigentlich egal, auf welcher Strecke ich fahre“, sagt Schwarzbauer.

Genauer wird er sich die Strecke aber dann für den Sponsoren-TV anschauen müssen: Gemeinsam mit U23-Weltmeister Martin Vidaurre-Kossman aus Chile wird Schwarzbauer den Streaming-Zuschauern die Strecke vorstellen: „Das ist natürlich eine große Ehre für mich“, freut sich Schwarzbauer auf die ungewohnte Aufgabe. akü

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