Handball

„Man braucht ein dickes Fell“ Interview mit Wilfried Gugel

29.12.2018, Von Jens S. Vöhringer — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Von 1990 bis 2008 war Wilfried Gugel Handball-Schiedsrichter. Zusammen mit seinem Partner Rolf Schneider pfiff er für den TB Neuffen drei Jahre in der Regionalliga, der damals dritthöchsten Spielklasse. „Ganz schlimm“ seien dabei die Partien in Sachsen gewesen, erinnert sich der heute 54-Jährige.

Herr Gugel, wie wurden Sie Schiedsrichter?

Ich habe in der Jugend Handball gespielt und auch ab und an mal etwas zum Schiri gesagt. Da hieß es dann: Du kannst doch mal pfeifen.

Es wurde eine lange Karriere.

So war das eigentlich nicht gedacht.

Ging es ab und zu auch turbulent zu?

Ja klar. Man braucht ein dickes Fell.

Inwiefern?

Wenn ein Spiel knapp ausging, war sehr oft der Schiedsrichter schuld. Da ist man hinterher am besten erst einmal rausgegangen. Die Spiele in Sachsen waren zudem ganz schlimm. Man wurde nach der Wende schon mal als „Wessischwein“ beschimpft. Auch bei Spielen in Baden war man als Württemberger ungern gesehen.

Weshalb haben Sie aufgehört?

Mit Familie und Beruf ist es mir zu viel geworden. Das ging nicht mehr.

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