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Radsportclub Nürtingen gab Stefan Schumacher bei der WM moralische Unterstützung auf dem Weg zur Bronzemedaille - Familie mit großer Freundesschar im Fan-Bus vor Ort

02.10.2007 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Radsportclub Nürtingen gab Stefan Schumacher bei der WM moralische Unterstützung auf dem Weg zur Bronzemedaille Familie mit großer Freundesschar im Fan-Bus vor Ort

Obwohl Radsport gerade in der Kritik ist wie keine andere Sportart am Sonntag feierte der Radsportclub Nürtingen in Stuttgart seinen Lokalhelden Stefan Schumacher. Selbstbewusst hatte Schumacher vor der Weltmeisterschaft seine Ansprüche auf den Titel angemeldet. Mit der Bronzemedaille bedankte sich der 26-Jährige bei seinen vielen Fans an der Strecke und in der Nürtinger Heimat. 1995 hat Stefan bei uns mit dem Radsport begonnen und wenige Monate später hatte er bereits die Lizenz für Amateur-Jugend-Rennen in der Tasche, erinnert sich der Vorsitzende des Clubs, Rudi Ertinger. Das sei bereits ein Hinweis auf das große Potenzial Schumachers gewesen, der damals gerade mal 15 Lenze zählte. Als die Ambitionen des Radsporttalents immer größer wurden, war der Verein jedoch mit seinen Möglichkeiten, ihn zu unterstützen, am Ende und Stefan wechselte den Verein, erzählte Ertinger. Am Sonntag nun der vorläufige Höhepunkt in Schumachers Karriere: Auf einem Rundkurs durch Stuttgart erkämpfte er sich nach 267 Kilometern einen großartigen dritten Platz und damit die Bronzemedaille. Die Weltmeisterschaft war für den Radsportclub Nürtingen natürlich Pflichtprogramm, sagte Ertinger, der mit 40 Leuten eine der Fan-Boxen nur 350 Meter vor dem Ziel gemietet hatte und so einen idealen Blick auf die Strecke und die entscheidenden Augenblicke des Rennens hatte. Auch die Familie des Radprofis war mit einem Doppeldeckerbus unweit der Fan-Box des Vereins und direkt an der Strecke postiert. Anfangs war Schumacher stets im Blickkontakt mit Vater und Mutter. In einer Hauruck-Aktion hatte der Club das Transparent anfertigen lassen, das dann in der Nacht zum Sonntag windfest an der Strecke angebracht wurde. Die Stimmung war phantastisch und stieg von Runde zu Runde an. Direkt uns gegenüber stand eine Gruppe Italiener, die natürlich Paolo Bettini anfeuerten. Da schaukelten sich die Emotionen zwischen uns schon ein wenig hoch, gab Ertinger seine Eindrücke von der Strecke wieder. Ihm gefiel vor allem das multikulturelle Gemisch, das sich entlang der Stuttgarter Straßen fand. Holländer, Italiener, Deutsche und viele andere Radsportbegeisterte hätten gemeinsam das anspruchsvolle, temporeiche Rennen genossen. Nürtingen sei radsportbegeistert und für ein eigenes Rennen durchaus geeignet, ist sich Rudi Ertinger sicher. Wenn man ein Pfund wie Stefan Schumacher hat, sollte man auch damit wuchern, unterstreicht er. Auch Nürtingens Oberbürgermeister Otmar Heirich freute sich über Schumachers Erfolg: Wir sind stolz, dass wir mit Schumacher einen so herausragenden Sportler in der Bürgerschaft haben. Heirich sieht Stefan Schumacher, angesichts der Gerüchte um den Erst- und Zweitplatzierten, als den moralischen Gewinner der Weltmeisterschaft an. Vor allem in den letzten vier Runden sei das Rennen sehr hart gewesen und habe in einem Wimpernschlagfinale geendet, zeigte sich der OB bis ins Detail über den Rennverlauf informiert. In einem Glückwunschschreiben an den Bronzemedaillen-Gewinner drückte Heirich zugleich die Hoffnung aus, Schumacher bald mit allen Würden im Rathaus empfangen zu dürfen, wo man sich über einen Eintrag des Radsportlers ins Goldene Buch der Stadt freuen würde. Der Radsportclub Nürtingen hofft nun darauf, dass sich nach Schumachers Erfolg auch wieder Jugendliche für den Radsport begeistern. Unterstützung werde der Club den jungen Leuten gerne bieten, versprach Ertinger. sg/Fotos: privat


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