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Fußballbezirk Neckar/Fils hat eine lange Tradition

14.05.2022 05:30, Von Jürgen Renner — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Fußball: Aktuelles Spielsystem im WFV besteht seit Ende der 1970er-Jahre. Hiesiger Bezirk von aktueller Strukturreform nicht betroffen.

Es ist eine wegweisende Entscheidung, die am 25. Mai auf dem außerordentlichen Verbandstag für die Zukunft des Württembergischen Fußballverbands (WFV) getroffen werden soll. Seit 2015 wird eine Spielklassen- und Verbands-Strukturreform vorbereitet, um den Verband und speziell das Spielsystem in Zeiten immer stärker abnehmender Mannschaftszahlen zukunftsfähig zu machen.

Die Bezirke sollen dafür in ihrer Mannschaftsstärke angeglichen und neu zugeschnitten und auch die Landesligen neu strukturiert werden. Mit einer Übergangsfrist bis zur Saison 2024/25 soll auf das sogenannte Modell 1-4-12 C mit einer Verbandsliga, vier Landesligen und zwölf Bezirksligen (anstatt wie bisher 16) umgestellt werden. Im Zuge dieser Spielklassen-Reform soll auch die Verbandsstruktur entsprechend angepasst werden. Konkret bedeutet dies, dass sich der Württembergische Fußballverband ab dem nächsten ordentlichen Verbandstag 2024 in nur noch zwölf anstatt wie bisher in 16 Bezirke gliedern soll, deckungsgleich mit den zwölf neuen Spielgebieten.

Für die Vereine im Bezirk Neckar/Fils würde sich durch die Reform nicht viel ändern. Der Bezirk wäre von den Umstrukturierungen nicht betroffen, erst auf Landesliga-Ebene käme es zu Veränderungen. Bislang spielen in der Staffel 2 die Vereine der Bezirke Ostwürttemberg, Stuttgart und Neckar/Fils und Donau/Iller. Nach der Reform würden die Fußballer aus Donau/Iller in der Staffel 4 spielen, auf der anderen Seite kämen die Mannschaften aus dem Raum Böblingen zum Bezirk Stuttgart hinzu. Der bisherige Bezirk Böblingen/Calw würde aufgelöst werden, die Calwer Vereine künftig mit denen aus dem Bezirk Nordschwarzwald zusammenspielen.

Dort und im Norden des Verbandsgebiets (Unterland und Hohenlohe) gäbe es die größten Veränderungen, und so regt sich auch dort der Widerstand gegen die Reform, während die Pläne im Bezirk Neckar/Fils kaum für Reaktionen seitens der Vereine sorgen. „Es macht mich schon ein wenig nachdenklich, mit welcher Ruhe bei unseren Vereinen dieses wichtige Thema betrachtet wird“, sagt Rainer Veit, Vorsitzender des Bezirks Neckar/Fils. Zu den zahlreichen Konferenzen und Infoveranstaltungen der letzten Jahre und Monate kamen meist nur wenige der hiesigen Vereinsvertreter, das Interesse schien nicht sehr groß zu sein. „Aber es ist auch klar: Das Gejammer geht meist erst dann los, wenn man selbst betroffen ist“, sagt Veit.

Entscheiden über die Reform werden am Verbandstag die Delegierten der Bezirke, deren Anzahl anhand der Mitgliederzahlen berechnet wird. Veit hofft dabei auf ein klares Ergebnis. „Seit Jahren gibt es im Verband kaum ein anderes Thema. Das ist für die Ehrenamtlichen, die sich engagieren, schon belastend“, sagt er.

Auch die Corona-Pandemie hat ihren Teil dazu beigetragen, der Verbandstag musste schon mehrere Mal verschoben werden. „Wir müssen endlich einen Knopf an das Ding bekommen“, sagt Veit. mo

Während manche der aktuell 16 Bezirke im Württembergischen Fußballverband (WFV) erst im Laufe der Jahre gegründet oder umbenannt wurden, existiert der Bezirk Neckar/Fils seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Auf dem außerordentlichen Verbandstag am 25. Mai wird nun unter Umständen beschlossen, dass manche Bezirke mit anderen verschmolzen werden.


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