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Handball

Demütig in eine weitere Oberliga-Saison

03.07.2020 05:30, Von Jens S. Vöhringer — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Handball: Der durch die Corona-Pandemie gerettete TSV Zizishausen stellt seine neuen Spieler vor – Anteiliger Gehaltsverzicht

Drei Siege, vier Unentschieden, 15 Niederlagen – die zweite Saison in der Baden-Württemberg-Oberliga verlief so gar nicht nach dem Geschmack der Handballer des TSV Zizishausen. Und eigentlich hatten sie sich beim Tabellenvorletzten schon mit dem Abstieg und der ungewollten Rückkehr in die Württembergliga abgefunden. Doch dann kam Corona – und auch bei den „Schnaken“ war alles anders.

Frisches, junges Blut für die „Schnaken“, von links: Nils Werner, Simon Dudium, Nicolas Gross, Moritz Müller, Dominik Keim und Lennard Müller.  Foto: TSVZ
Frisches, junges Blut für die „Schnaken“, von links: Nils Werner, Simon Dudium, Nicolas Gross, Moritz Müller, Dominik Keim und Lennard Müller. Foto: TSVZ

Mitte März hatte Alexander Himpel eine Vermutung. Einige Tage zuvor hatte sein TSV Zizishausen zwar das Kellerduell gegen den TSB Schwäbisch Gmünd mit 33:34 verloren und damit so gut wie alle Chancen auf den neuerlichen Klassenverbleib verspielt, doch nachdem die Runde zunächst ausgesetzt wurde, da schwante dem sportlichen Leiter der „Schnaken“ etwas. „Was passiert eigentlich mit uns, wenn die Runde nun vollends abgebrochen wird?“, sprach Himpel seine Gedanken laut aus und ging gleich noch einen Schritt weiter. „Sollten wir nicht absteigen, nehmen wir das an“, meinte er. Am 21. April wurde letztendlich beschlossen, die Spielzeit 19/20 nach der Quotientenregelung zu werten und zudem, dass es keine Absteiger gibt. Damit traf schließlich genau das ein, was der TSVZ-Funktionär vermutet hatte. Die „Schnaken“ wurden sportlich zu einem Profiteur der Pandemie, sind sich dessen aber durchaus bewusst.


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