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Wohnung zu heiß

12.08.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(pm) Ein sommerlicher Temperaturanstieg in der Wohnung ist kein Mangel, auch nicht in einer Dachgeschosswohnung – darauf weist der Deutsche Mieterbund Esslingen-Göppingen hin. Wenn die Wohnung in den Sommermonaten aber tatsächlich unerträglich heiß wird, könne dies ein Kündigungsgrund sein und Ersatzansprüche auslösen oder eine Mietminderung rechtfertigen.

Der Mieterbund verweist auf Urteile des Verfassungsgerichtshof des Landes Berlin und des Amtsgerichts Hamburg. Im einen Fall habe sich eine Berliner Dachgeschosswohnung im Sommer auf bis zu 46 Grad Celsius aufgeheizt. Normales Wohnen sei unmöglich gewesen, Pflanzen seien eingegangen und der Wellensittich habe einen Hitzschlag erlitten. Hier sollen eine fristlose Kündigung und gegebenenfalls Schadensersatzansprüche möglich sein.

Der Hamburger Mieter einer Obergeschosswohnung habe bemängelt, dass die Sommertemperaturen tagsüber bei 30 Grad und nachts noch bei mehr als 25 Grad Celsius lagen. Selbst stundenlanges Lüften habe keinen Erfolg gebracht. Das Gericht sei hier von einem unzureichenden Wärmeschutz ausgegangen und habe den Mietern für die hochpreisige, qualitativ gut ausgestattete Neubauwohnung eine Mietminderung von 20 Prozent zugebilligt. Zudem müsse der Vermieter für einen den Regeln der Technik entsprechenden sommerlichen Wärmeschutz sorgen. Wie er Sonnenschutz schaffe und den Mangel „unerträgliche Hitze“ beseitige, sei indes Sache des Vermieters.


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