Wirtschaft

Viele Fragen offen

31.01.2012 00:00, Von Henrik Sauer — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Es ist ein Novum, dass ein mittelständisches deutsches Familienunternehmen an einen chinesischen Konkurrenten verkauft wird. Das schürt natürlich Ängste, denn man weiß ja, dass chinesische Firmen sehr an deutschem Know-how interessiert sind. Die Sorge, dass dabei Qualität Made in Germany verknüpft werden soll mit Kostenvorteilen in China, ist nicht von der Hand zu weisen. Die Antwort auf die Frage nach dem Warum für die Entscheidung der Putzmeister-Verantwortlichen bleibt in weiten Teilen unbefriedigend. Dass sich das Unternehmen strategisch den veränderten Bedingungen auf dem Weltmarkt anpassen will, klingt plausibel. Trotzdem bleibt ein Gschmäckle, denn wenn es stimmt, dass das Unternehmen sich nach der Krise wieder aufgerappelt hat und wieder Gewinn macht, kann man sich schon fragen, wieso gleich 100 Prozent der Firmenanteile verkauft wurden. Man verkauft ein Unternehmen, das auf über 50-jährige Erfolgsgeschichte blickt und in der Welt einen sehr guten Ruf genießt, ja nicht ohne Not. Und auch noch an einen direkten Wettbewerber.

In der Pressemitteilung, die Putzmeister am Freitag herausgegeben hat, ist von einem „Zusammenschluss“ die Rede. Das ist, mit Verlaub, Augenwischerei und nur der Versuch, die wahren Ausmaße zu beschönigen.


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