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Untermiete: Vermieter muss zustimmen

17.10.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(pm) Will der Mieter seine Wohnung untervermieten, geht das nur mit Zustimmung des Vermieters. Darauf weist der Deutsche Mieterbund Esslingen-Göppingen hin. Soll die Wohnung insgesamt untervermietet werden, sei der Vermieter bei seiner Entscheidung, ob er zustimmt oder nicht, völlig frei. Lehnt er ab, habe der Mieter ein Sonderkündigungsrecht. Er könne den Mietvertrag mit einer Frist von drei Monaten kündigen. Das könne insbesondere für Mieter interessant sein, die einen Zeitmietvertrag abgeschlossen haben oder einen unbefristeten Mietvertrag mit einem mehrjährigen Kündigungsausschluss, so der Mieterbund.

Will der Mieter dagegen nur einen Teil seiner Wohnung untervermieten, also einzelne Zimmer, und hat er hierfür ein „berechtigtes Interesse“, müsse der Vermieter die Erlaubnis zur Untervermietung erteilen. Reagiert dieser nicht oder stimmt er nicht zu, macht er sich laut Mieterbund schadensersatzpflichtig. Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin sei ein berechtigtes Interesse an der Untervermietung zu bejahen, wenn das der finanziellen Entlastung des Mieters von den hohen Mietkosten diene. Nicht erforderlich sei, dass eine Doppelbelastung durch Mietausgaben vorliegt oder der Mieter zwingend auf die Einsparung angewiesen ist. Es reiche vielmehr jedes vernünftige Interesse an einer finanziellen Ersparnis aus, soweit es sich nicht im Bagatellbereich bewege. Die konkreten Einkommensverhältnisse müsse der Mieter nicht aufdecken.


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