Wirtschaft

Umweltminister bei Nürtinger Speicherspezialist

31.08.2019 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die Zahl der Ladesäulen und die Ladezeit sind zwei der wichtigsten Punkte für die Akzeptanz der Elektromobilität. Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) besuchte am Freitag mit seinem Dienstfahrzeug, einem Audi e-tron, die Nürtinger Firma ads-tec und überzeugte sich von der Leistungsfähigkeit des dort entwickelten Schnellladesystems mit Batteriespeicher. Durch den Speicher (rechts am Bildrand zu sehen) sind diese Ladesäulen für den Einsatz in Niederspannungsnetzen geeignet und belasten diese nicht zusätzlich. Der Speicher lädt mit der verfügbaren Netzleistung auf und gibt sie bei Bedarf „geballt“ ab. Bis zu 320 Kilowatt Leistung sind möglich, womit die gesamte Ladezeit auf unter 15 Minuten verkürzt werden kann, erläutert Tim Krecklow, Leiter Produktmanagement bei ads-tec. An Schnelllademöglichkeiten hapere es noch, stellte Minister Untersteller fest. Diese seien aber ein zentraler Faktor, um die EMobilität voranzubringen. „Wir brauchen auch jenseits der Autobahn Schnellladepunkte, mindestens in großen Städten.“ Der Nürtinger Speicherspezialist steht mit dem System in den Startlöchern und bringt es mit Partnern aus Energiewirtschaft und E-Mobilität in den Markt, so Geschäftsführer Thomas Speidel (rechts im Bild, mit dem Minister). Das System zeichne sich durch eine kompakte Form und geringe Lautstärke beim Ladevorgang aus, und sei so auch für die Aufstellung in dicht besiedelten Wohngebieten geeignet. Untersteller ist von der Technik beeindruckt: „Das ist eine technologische Entwicklung, bei der wir im Ländle mal wieder ganz vorne dabei sind.“ rik

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