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Studie: Mehr als 50 000 Niedriglohn-Bezieher im Kreis

19.07.2013 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Gewerkschaften Verdi und NGG fordern Mindestlohn

Im Landkreis Esslingen verdienen 51 220 Menschen weniger als 8,50 Euro pro Stunde. Das ist das Ergebnis einer Studie des Pestel-Instituts in Hannover, die die Gewerkschaften Verdi sowie Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) in Auftrag gegeben hatten. Die Gewerkschaften bekräftigen nun ihre Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn.

(r) „Wer den ganzen Tag arbeitet, muss mit dem, was er verdient, auch klarkommen können. Das klappt aber nicht, wenn Dumpinglöhne gezahlt werden. Und alles unter 8,50 Euro pro Stunde ist ein Dumpinglohn“, sagt der Geschäftsführer des Verdi-Bezirks Fils-Neckar-Alb, Martin Gross. Niedriglöhner seien gezwungen, kürzer zu treten und Verzicht zu üben. „Sie können am Leben nicht richtig teilnehmen. Das fängt schon beim Bus- und Bahnticket an. Für Ausflüge und selbst für Verwandtenbesuche reicht das Geld oft nicht. Genauso wie fürs Kino oder Schwimmbad“, sagt Gross. Ein Niedriglohn bedeute automatisch „eine Lebensqualität dritter Klasse“.

Ein gesetzlicher Mindestlohn habe zudem einen positiven Effekt für die heimische Wirtschaft: „Die Kaufkraft im Kreis Esslingen würde um 118,7 Millionen Euro pro Jahr steigen. Vorausgesetzt, jeder Beschäftigte verdient künftig mindestens 8,50 Euro pro Stunde“, sagt Matthias Günther vom Pestel-Institut. Der Leiter der Mindestlohn-Studie erwartet, dass der Zuwachs an Kaufkraft nahezu eins zu eins in den Konsum fließen würde.


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