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Soundcheck im Wörthstadion: 120 Meter Beschallung im Live-Test

23.03.2018, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Nein, es war kein Überraschungskonzert der Rolling Stones am Mittwochnachmittag im Nürtinger Wörth-Stadion. Auch wenn die Lautstärke es vermuten ließ. Die Firma Fohhn hatte einige Kunden und nicht zuletzt ihre Vertriebsleute aus Südkorea zu einer Vorführung ihres neuesten elektronisch steuerbaren Beschallungssystems für große Stadien und Hallen eingeladen. Konkret ging es darum, zu testen, ob mit dem System große Entfernungen über 100 bis 160 Meter gemeistert werden können. Genau diese Anforderung wird in einem Sportstadion in Seoul gestellt, berichtet Vorstandsmitglied Uli Haug. Bei der neuen Lautsprechergeneration wird das Abstrahlverhalten elektronisch so gesteuert, dass, wie in diesem Fall, der gesamte Sportplatz gleichmäßig bestrahlt wird und überall die Musik oder Sprache gleich gut zu hören ist. Mit nur drei Tiefton- und zwei Hochtonmodulen mit insgesamt 20 000 Watt wurde bei der Vorführung das Stadion beschallt. Mit dem Ergebnis waren die Fohhn-Macher zufrieden: In 120 Meter Entfernung wurde immer noch ein durchschnittlicher Schalldruckpegel von 86 Dezibel gemessen. „In einem großen Stadion ersetzen vier solcher Systeme, also insgesamt 20 Lautsprechermodule, typischerweise 80 dezentral angebrachte Einzellautsprecher“, so Haug. Bei Fohhn beschäftigt man sich seit 2009 mit elektronisch gesteuerten Lautsprechern. In dem Stadion in Seoul geht es darum, dass trotz hohem Grundlärm durch die Besucher die Stadiondurchsagen gut verständlich sind. Einer der koreanischen Gäste war ein technischer Planungsingenieur, der dort mehrere große Beschallungsprojekte bearbeitet. Auch er konnte sich am Mittwoch vor Ort überzeugen, wie gut das Fohhn-System in einer Open-Air-Situation arbeitet.   rik/Foto: jh

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