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Norgren: Verhandlungen wurden erneut vertagt

07.08.2009 00:00, Von Sylvia Gierlichs — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Belegschaft kämpft um Erhalt von Großbettlinger Werk

GROSSBETTLINGEN. Erneut ohne Ergebnis sind IG Metall, Gesamtbetriebsrat und Geschäftsleitung des Nutzfahrzeugzulieferers Norgren in Fellbach auseinandergegangen. Der nächste Termin ist für den 24. August anberaumt. Nachdem die Verhandlungen bereits am Dienstag vertagt worden waren, wertet Jürgen Groß-Bounin von der IG Metall in Esslingen dies als ein eher positives Zeichen.

Der Vorschlag von Gewerkschaft und Betriebsrat an die Geschäftsleitung lautet nun: Das Werk in Großbettlingen muss erhalten bleiben. Dafür hatten sich in einer Betriebsversammlung am Mittwoch auch die 120 Beschäftigten nochmals ausgesprochen. Eine Arbeitsplatzverlagerung nach Fellbach lehnten sie ab. Zudem will die Gewerkschaft Verlagerungen ins Ausland bis Ende 2010 verhindern. „Im Gegenzug sind wir bereit, Personalabbau mitzutragen, nicht jedoch betriebsbedingte Kündigungen“, sagt Groß-Bounin. Rund 80 Arbeitsplätze von Mitarbeitern, die altersbedingt gehen oder sich mit Stipendien weiterqualifizieren wollen, könnten wegfallen. Zudem setzt die Gewerkschaft stark auf Kurzarbeit, die bei Norgren schon seit Februar genutzt wird.

Nun werde, so Groß-Bounin, die Geschäftsleitung das Angebot durchrechnen und wohl auch mit dem britisch-amerikanischen Mutterkonzern IMI Norgren Rücksprache halten. „Wir appellieren an die Geschäftsführung, gemeinsam mit der Belegschaft durch dieses Tal zu gehen“, sagt der Gewerkschafter.


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