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Mietkosten bei hohem Wasserverbrauch

01.10.2019 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(pm) Mieter müssen einen stark überhöhten Wasserverbrauch im Abrechnungsjahr nicht zahlen. Darauf weist der Deutsche Mieterbund Esslingen-Göppingen hin. Der Vermieter dürfe die hieraus resultierenden hohen Wasserkosten nicht einfach als Betriebskosten nach der Wohnfläche auf alle Mieter des Hauses verteilen. Im Zweifel müsse der Vermieter der Abrechnung den Wasserverbrauch des Vorjahres zugrunde legen.

Der Mieterbund verweist auf ein Urteil des Amtsgerichts Hannover. Demnach rechnete der Vermieter für das Jahr 2015 Wasser- und Abwasserkosten in Höhe von 6258 Euro ab. 2014 hatten die Kosten bei 2289 Euro gelegen, 2013 bei 2764 Euro. Der Grund für die hohen Wasserkosten war eine offensichtlich monatelang laufende Toilettenspülung in einer leerstehenden Wohnung des Hauses. Die dadurch entstandenen Kosten könne der Vermieter nicht in voller Höhe auf die Mieter des Hauses über die Betriebskostenabrechnung umlegen. Grundsätzlich seien zwar die Gesamtkosten für Wasser und Abwasser auf die Gesamtheit der Mieter anteilig umlagefähig, wenn keine Wasseruhren für die einzelnen Wohnungen vorhanden sind. Das gilt nach Darstellung des Mieterbunds aber nur dann, wenn das Wasser für den normalen Wohngebrauch verwendet wurde. Wenn hingegen Wasser zum Beispiel wegen eines Mangels am Mietobjekt unkontrolliert verbraucht werde oder ein Mieter über einen längeren Zeitraum Wasser auslaufen lasse, seien diese Mehrkosten nicht auf die übrigen Mieter umlegbar.

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