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Jobs zu halten ist schwerer als Brezeln backen

01.10.2020 05:30, Von Simone Weiß — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

IG Metall im Kreis Esslingen will Krise und Stellenabbau mit Vier-Tage-Woche bekämpfen

Info

Ein Blick auf Arbeitsplätze in der Region

Geplante Entlassungen: Nach Zahlen der IG Metall Esslingen ist der Abbau von etwa 1500 Stellen in der Region geplant. Entlassungen stehen laut Gewerkschaft an bei Eberspächer (300 Arbeitsplätze), Balluff (240), IST Metz (80), Logwin (25), Müller-Martini (30) und Hilite (35). Die Firma Gehring befindet sich in der Insolvenz.
Verhandlungen zur Beschäftigungssicherung: Fast in jedem Betrieb gibt es laut Gewerkschaft „Freiwilligenprogramme“ zum Personalabbau. Verhandlungen zur Beschäftigungssicherung laufen mit Recaro und Single, beantragt wurden Verhandlungen mit Index und Nagel.
Tarifverhandlungen: Tarifbindungen konnten mit Textil Südwest Vohtec und Johnson Controls erreicht werden, bei Greiner Bio-One kam es zu Entgelterhöhungen.
Beendigung der Kurzarbeit: Dank guter Auftragslage konnte die Kurzarbeit bei Metabo, Festool und Bosch PT beendet werden. Bei Festo werde das Kurzarbeitergeld laut Gewerkschaft vermutlich auslaufen.
Chancen: Die Gewerkschaft hofft auf eine Ansiedlung von Daimler Truck Fuelcell in der Pliensau. Geplant sei ein Joint Venture mit Volvo zur Entwicklung und Produktion von Brennstoffzellen für Lkws.

DENKENDORF. Kreative Vielfalt bei den Masken. Aufschriften wie „Respekt“, „Solidarität“ oder „Don’t panic“ stehen auf dem Mund-Nasen-Schutz der Teilnehmer in der Festhalle Denkendorf. Stichwörter, die auf der Delegiertenversammlung der IG Metall Esslingen wie Beschwörungsformeln wirken. Denn die schlimmste Krise der Nachkriegszeit beutelt Wirtschaft und Arbeitsmarkt, etwa zwei Drittel der Firmen waren oder sind in Kurzarbeit, der Abbau von etwa 1500 Stellen ist in der Region geplant. Doch Gastredner und IG-Metall-Vorsitzender Jörg Hofmann sieht auch Chancen: Neue ökologisch-solidarische Gesellschaftsmodelle könnten aufgebaut und die Vier-Tage-Woche bei Teillohnausgleich als Gegenmodell etabliert werden.


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