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Heizpflichten in der Mietwohnung

10.11.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(pm) Die Heizperiode hat wieder begonnen. Der Deutsche Mieterbund Esslingen-Göppingen weist aus diesem Anlass darauf hin, dass der Vermieter die Heizung im Haus in Betrieb nehmen muss. Die Heizung müsse so eingestellt sein, dass die Wohnung mindestens 20 bis 22 Grad Celsius warm wird. Diese Mindesttemperaturen gälten für die Zeit von 6 bis 24 Uhr, nachts könne die Temperatur auf etwa 18 Grad abgesenkt werden. Bei einem Heizungsausfall in den Wintermonaten oder wenn die Mindesttemperaturen von 20 bis 22 Grad Celsius nicht erreicht werden, sei die Wohnung mangelhaft. In diesen Fällen muss laut Mieterbund schnellstmöglich der Vermieter informiert werden. Er müsse für Abhilfe sorgen, gegebenenfalls die Heizung reparieren lassen. Solange die Heizung gar nicht oder nur schlecht funktioniert, könne der Mieter auch die Miete kürzen – so zum Beispiel um 20 bis 30 Prozent, wenn es in der Wohnung nur 16 bis 18 Grad warm wird.

Für Mieter gebe es keine grundsätzliche Heizpflicht. Reichen ihnen niedrigere Temperaturen aus, müssten sie die Wohnung nicht bis 20 oder 22 Grad Celsius heizen. Sie müssten auch nicht während ihrer Abwesenheit, am Wochenende oder im Urlaub heizen. Sichergestellt sein müsse aber, dass keine Schäden an der Mietsache durch Auskühlen der Räume entstehen können. Außerdem müsse derjenige, der sparsam heizt, öfter lüften, um so Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden.

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