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Handwerk ohne Traditionsbalast

11.05.2012 00:00, Von Kornelius Fritz — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Vor 50 Jahren wurden die Handwerksjunioren gegründet – Fortbildung und Freizeitaktivitäten

Wenn der Bäcker mit dem Elektriker die Skipiste hinuntersaust oder der Zimmermann mit dem Fliesenleger zum Kabarettabend geht, dann könnte es sich um Veranstaltungen der Handwerksjunioren Esslingen-Nürtingen handeln. In dem Verein treffen sich seit 50 Jahren Nachwuchskräfte aus den unterschiedlichsten Berufen, um geschäftliche und private Kontakte zu knüpfen.

Nicht die Jungen, sondern die etablierten Kräfte bei der Kreishandwerkerschaft waren es, die Anfang der 60er-Jahre die Initiative zur Gründung einer „Junghandwerkerschaft“ ergriffen. „Sie hatten erkannt, dass es im Handwerk junge Leute braucht, die sich in der Öffentlichkeit behaupten können“, erzählt Siegfried Künstle, der damals zu den Gründungsmitgliedern gehörte. Denn nachdem von der Vätergeneration viele im Krieg gefallen waren, mussten die Jungen in dieser Zeit oft schon früh Verantwortung übernehmen.

Nachwuchsgewinnung funktioniert gut

Gleichzeitig lockten große Industriebetriebe fähige Handwerker mit lukrativen Gehältern. Dem wollte das Handwerk etwas entgegensetzen und gründete den Verein, der laut Künstle für ein „fortschrittliches Handwerk ohne überzogenen Traditionsbalast“ stehen sollte. Das Hauptaugenmerk lag damals auf der Fortbildung aufstrebender Nachwuchskräfte.


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