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Gewerkschaften haben wieder Zulauf

24.04.2013 00:00, Von Barbara Gosson — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ein europäischer Marshall-Plan ist die Forderung zum Tag der Arbeit am 1. Mai

Unter dem Motto „Gute Arbeit. Sichere Rente. Soziales Europa“ rufen die Gewerkschaften dieses Jahr zu ihren Mai-Kundgebungen auf. Dabei geht es ihnen um den Zusammenhang zwischen der deutschen Euro-Politik, der wirtschaftlichen Lage in den Krisenländern und der Entwicklung der Löhne in Deutschland.

Die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich habe die Menschen sensibilisiert. Der Mitgliederschwund der Gewerkschaften sei gestoppt, einige gewinnen wieder Mitglieder hinzu, so DGB-Regionalsekretär Jörg Munder gestern auf einer Pressekonferenz zu den Mai-Kundgebungen. Sieghart Bender, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Esslingen, berichtete von 50 neuen Mitgliedern im Kreis im Monat. Die Arbeitnehmer ließen sich nichts mehr gefallen, noch nie habe es so viele Arbeitskonflikte gegeben wie im vergangenen Jahr.

Die Gewerkschaften erwarten eine weitere harte Streikzeit. Derzeit machen Briefzusteller der Post und das Lufthansa-Bodenpersonal Warnstreiks. Für die IG Metall endet übrigens am 1. Mai die Friedenspflicht, vom 2. bis zum 12. Mai sind Warnstreiks geplant. „Die Leute wollen ihren Teil des Kuchens“, beschreibt Munder die Streikbereitschaft der Arbeitnehmer. Bender ergänzt: „Die Metallbranche hat 50 Milliarden Euro Gewinn gemacht, davon wurden nur zwölf Milliarden Euro investiert. Wir fordern neun Milliarden für die Beschäftigten.“


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