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„Fachkräftemangel ist akut“

20.04.2017 00:00, Von Lorena Greppo — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Der Leitende Geschäftsführer der IHK, Christoph Nold, will bei Eltern für Wertigkeit der Berufsausbildung werben – IHK soll Forschung und Betriebe zusammenbringen

Seit Januar ist Christoph Nold der neue Leitende Geschäftsführer der IHK-Bezirkskammer Esslingen-Nürtingen. Wie er die Nachfolge von Hilde Cost gestalten will, welche Herausforderungen auf ihn zukommen werden und in welcher Rolle er die IHK sieht, erzählt er im Interview.

Beim Neujahrsempfang der IHK sagten Sie, Sie wollten erst einmal herausfinden, wie die Unternehmer im Landkreis Esslingen ticken. Haben Sie schon ein Gefühl dafür bekommen?

Zum Glück kenne ich aus meiner früheren Tätigkeit in der Region Stuttgart bereits einige Unternehmen aus dem Landkreis Esslingen, das macht die Einarbeitung leichter. Seit Anfang Februar besuche ich Unternehmen und Netzwerkpartner hier in der Region, um aus erster Hand zu erfahren, was die Unternehmen hier besonders bewegt. Es gibt viele bekannte Themen wie Verkehr, Infrastruktur, Breitbandausbau. Was mich in dieser Deutlichkeit dann doch überrascht hat, war, wie akut der Fachkräftemangel und die Suche nach qualifiziertem Nachwuchs bereits sind. Die Bewerberzahlen bei Ausbildungsberufen gehen in vielen – auch großen – Unternehmen stark zurück.

Sie hatten eine einmonatige Einarbeitungsphase an der Seite Ihrer Vorgängerin Hilde Cost. Das sind große Fußstapfen, die sie Ihnen hinterlässt. Welche Akzente wollen Sie setzen?

Christoph Nold möchte die IHK als Ansprechpartner bei allen Wirtschaftsthemen noch besser bekannt machen. Foto: Bulgrin
Christoph Nold möchte die IHK als Ansprechpartner bei allen Wirtschaftsthemen noch besser bekannt machen. Foto: Bulgrin

Zum einen, dass wir als IHK-Bezirkskammer Esslingen-Nürtingen weiterhin in der Fläche Präsenz zeigen und im gesamten Landkreis auf die Unternehmen, Kommunen und Netzwerkpartner zugehen. Zum anderen sehe ich die Schwerpunkte ganz klar im Bereich Berufsbil-dung: die duale Ausbildung, die berufliche Weiterbildung, das Thema Fachkräftemangel. Aber wichtig ist auch die Frage, wie wir es schaffen, die Flüchtlinge zu integrieren, die hier in der Region untergebracht sind. Integration funktioniert langfristig nur über Arbeit und Beschäftigung. Ein weiteres Thema ist der Breitbandausbau, also eine Verbesserung der Infrastruktur. Ebenso stellt sich die Frage: Wie gehen wir in der Region mit dem sich abzeichnenden Wandel um? Der Bereich der Elektromobilität, Veränderungen der Geschäftsmodelle, die dahinter stehen. Diese Dinge, werden in den kommenden Jahren eine gewisse Dynamik bekommen.


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