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„Erst mal Luft bis Ende 2010“

27.08.2009 00:00, Von Henrik Sauer — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Gewerkschaft und Betriebsrat zur Beschäftigungssicherung bei Putzmeister

Die Beschäftigten bei Putzmeister können vorerst aufatmen: Der angekündigte Abbau von 580 Arbeitsplätzen in Deutschland ist vom Tisch (wir berichteten bereits Ende Juli). „Damit haben wir jetzt erst mal Luft bis Ende 2010“, ist Betriebsratsvorsitzender Gerhard Schamber froh über den Abschluss.

AICHTAL. Er und Sieghard Bender, Erster Bevollmächtigter der IG Metall im Landkreis Esslingen, nannten am Mittwoch in einem Pressegespräch Details der Vereinbarung mit der Geschäftsleitung. „Ein unsicherer Zustand ist nun beendet“, sagte Gerhard Schamber, dem die Erleichterung anzumerken ist: „Es war dringend notwendig, dass wieder Ruhe einkehrt und die Mitarbeiter sich wieder auf die Arbeit konzentrieren können.“

Die Geschäftsleitung des Betonpumpenherstellers hatte im Mai angekündigt, in Deutschland 580 Arbeitsplätze streichen zu wollen, nachdem die Aufträge massiv eingebrochen waren. Das wäre jeder dritte Arbeitsplatz gewesen. Auch Verlagerungen von Teilen der Produktion ins Ausland waren nicht ausgeschlossen worden. „Jeder hatte natürlich Angst, dass er betroffen sein wird“, berichtet Schamber.

Den Abbau-Plänen der vom Putzmeister-Aufsichtsrat eingesetzten Berater hätten Betriebsrat und Gewerkschaft ihr Konzept „Stunden abbauen statt Menschen“ entgegengesetzt, sagt Bender, und dafür mehrere Vorschläge unterbreitet.


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