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Diensträder und Steuer

12.03.2022 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Arbeitnehmer, die zusätzlich zum Arbeitslohn ein Dienstrad erhalten, brauchen die Überlassung für die private Nutzung nicht zu versteuern, informiert der Bund der Steuerzahler Baden-Württemberg. Das Dienstrad muss hierbei als Extra zum Gehalt überlassen werden. Auch E-Bikes fallen unter diese Regelung. Ausgenommen sind Fahrräder, deren Motor eine Geschwindigkeit von über 25 Kilometer pro Stunde unterstützt und die damit versicherungspflichtig sind. Diese gelten als Fahrzeuge und unterliegen der Versteuerung von E-Fahrzeugen.

In der Praxis sei die Überlassung des Dienstrades zusätzlich zum Arbeitslohn eher die Ausnahme. Stark verbreitet sei die Variante einer Entgeltumwandlung: Der Arbeitgeber least Diensträder. Die Mitarbeiter, die ein Rad in Anspruch nehmen und auch privat nutzen wollen, verzichten für die Dauer der Rad-Überlassung auf Bruttolohn in Höhe der Leasingrate. Hier gelte keine Steuerbefreiung. Die Privatnutzung wird mit einem Prozent vom Bruttolistenpreis versteuert. Dieser ist aber nur zu 25 Prozent anzusetzen und auf volle 100 Euro abzurunden. Ein Prozent auf diesen Betrag muss dann monatlich als geldwerter Vorteil versteuert werden. pm

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