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Bader Reisen in Grafenberg meldet Insolvenz an

20.02.2021 05:30, Von Henrik Sauer — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Umsatzeinbruch durch Wegfall der touristischen Fahrten konnte nicht kompensiert werden – Knapp 70 Mitarbeiter betroffen

Das Busunternehmen Bader Reisen in Grafenberg hat am Donnerstag beim Amtsgericht einen Insolvenzantrag gestellt. Um rund ein Drittel sind vergangenes Jahr die Umsätze durch den Wegfall von touristischen Reisen eingebrochen, berichtet Geschäftsführer Sven Bader. Trotz der Insolvenz soll der ÖPNV-Betrieb aufrechterhalten werden.

Der Bader-Betriebshof in Grafenberg. Das Unternehmen besteht seit 1929. Foto: Just
Der Bader-Betriebshof in Grafenberg. Das Unternehmen besteht seit 1929. Foto: Just

GRAFENBERG. Die Hauptursache sei der coronabedingte komplette Ausfall touristischer Fahrten seit vergangenem Jahr, sagt Sven Bader im Gespräch mit unserer Zeitung. Das habe dazu geführt, dass weitere Punkte aus den vergangenen Jahren, die das Unternehmen finanziell bereits belastet hätten, nicht mehr hätten kompensiert werden können. Bader nennt eine Neuausrichtung der Gruppe 2014 im Zuge einer Nachfolgeregelung, bei der Geschwister vom Vater ausbezahlt worden seien. 2017 habe dann die europaweite Ausschreibung der Linienverkehre im ÖPNV dazu geführt, dass man im Bieterwettbewerb habe sehr knapp kalkulieren müssen. „Da waren die Busunternehmen ein Stück weit selber schuld, weil sie entsprechend niedrige Angebote abgegeben haben“, sagt Bader selbstkritisch. Doch seien das alles Punkte gewesen, die für sich genommen funktioniert hätten. Corona habe das Kartenhaus aber zum Einsturz gebracht. Die laufenden Fuhrparkkosten für die zehn Reise- und Fernbusse (Bader fuhr zwei Linien für Flixbus) könnten nicht mehr gedeckt werden.


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