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AWG beantragt Schutzschirmverfahren

29.01.2019 00:00, Von Henrik Sauer — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Textilhandelskette meldet nach schlechtem Geschäftsjahr 2018 Insolvenz in Eigenverwaltung an – 2900 Mitarbeiter betroffen

Die Textilhandelskette AWG hat am Montag beim Amtsgericht Esslingen die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beantragt. Grund für diesen Schritt sei ein „missglücktes Geschäftsjahr 2018“, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die Handelskette will sich nun sanieren. Der Geschäftsbetrieb mit rund 2900 Mitarbeitern bundesweit gehe weiter.

Die Nürtinger AWG-Filiale beim Real-Markt: Der Verkauf geht im Schutzschirmverfahren weiter. Foto: Holzwarth
Die Nürtinger AWG-Filiale beim Real-Markt: Der Verkauf geht im Schutzschirmverfahren weiter. Foto: Holzwarth

KÖNGEN. Das vergangene Jahr sei nicht zuletzt durch den historisch warmen Herbst sehr schlecht gelaufen, sagte der Rechtsanwalt Martin Mucha unserer Zeitung. Darüber hinaus seien auch Entscheidungen über Investitionen „nicht immer glücklich“ gewesen, so der Sanierungsexperte von der Stuttgarter Kanzlei Grub Brugger, der für die Dauer des Verfahrens als Generalbevollmächtigter in das Unternehmen eingetreten ist und die Geschäftsführung bei der Restrukturierung unterstützt. Mehr könne er zum jetzigen Stand aber noch nicht sagen. Geschäftsführer und Gesellschafter Albrecht Maier war für eine Stellungnahme gegenüber unserer Zeitung gestern nicht zu erreichen.


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