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AOK will bei Kostenerstattung genauer hinschauen

20.06.2014 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Interview mit AOK-Chef Bauernfeind über die geplatzte Klinikfusion und die Pläne für das Plochinger Krankenhaus

Versicherte und Ärzte müssen sich darauf einstellen, dass die AOK bei der Kostenerstattung genauer hinschaut. Einfach eine Rechnung für die Zahnreinigung präsentieren, reiche nicht, sagt Johannes Bauernfeind (47), der seit Januar Geschäftsführer der AOK Neckar-Fils ist. Im Interview äußert er sich auch zur Klinikstruktur im Kreis Esslingen nach der geplatzten Fusion.

Neue Chefs ändern in der Regel den Kurs. Was machen Sie anders und wie steuern Sie das? Von Ihrem Vorgänger Dieter Kress ist bekannt, dass er einfach in die Zimmer marschiert ist und sich hingesetzt hat.

Ich gehe auch durchs Haus, ich schicke Mails, wenn ich einen Mitarbeiter nicht erreiche. Aber den Kurs kann man nicht über Mails festlegen. Dazu ist der Dialog nötig, die gemeinsame Suche nach Lösungen. Das geschieht zwar nicht basisdemokratisch, aber ich will die Erfahrung meiner Mitarbeiter in der Bezirksdirektion einbeziehen. Ich glaube, es wird mehr kommuniziert.

Gibt es schon eine konkrete Entscheidung?

Ja und zugegeben eine unschöne Entscheidung. Wir haben in der Vergangenheit auch aus wettbewerblichen Gründen Kostenerstattungen geleistet, die eigentlich nicht in den Katalog der deutschen Krankenkassen gehören.

Was wird die AOK künftig nicht mehr erstatten?

Mancher Zahnarzt wird sich vielleicht wundern, dass eine medizinisch fragwürdige Leistung wie die professionelle Zahnreinigung auch in Teilen nicht mehr erstattet wird. Ihr Zusatznutzen konnte durch Studien nicht belegt werden.

„Die Idee eines psychiatrischen Reha-Angebots in Plochingen ist nicht völlig falsch.“

Seit Januar auf dem Chefsessel der AOK Neckar-Fils: Johannes Bauernfeind
Seit Januar auf dem Chefsessel der AOK Neckar-Fils: Johannes Bauernfeind

Johannes Bauernfeind


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