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Wendlingen

Zwei Schüsse auf den müden Metzgergesellen

09.09.2006 00:00, Von Günter Schmitt — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

In einem Haus in Köngen ging es hoch her und das Nürtinger Amtsgericht verhandelte jetzt wegen Bedrohung und Beleidigung

KÖNGEN. Die Szene hätte jedem Fernsehkrimi zu Ehren gereicht. Es war nach einer Geburtstagsfeier, und eine gute Stunde nach Mitternacht dröhnte in der Wohnung noch immer die Musik, dass es durch das ganze Haus schallte. Ein Stockwerk tiefer hinderte der Lärm einen jungen Metzgergesellen am Einschlafen. Er nahm eine Schlaftablette kein Erfolg. Er nahm eine zweite, und wieder half es nichts. Da entschloss er sich, nach oben zu gehen und die gesetzlich verbürgte Nachtruhe einzufordern. Er hätte es besser nicht getan.

Der Inhaber der Wohnung, aus der der rhythmisch pochende Lärm kam, hatte kein Einsehen. Zuerst nannte er den Metzger einen krummen Hund, Wichser und Drecksau, dann feuerte er zwei Schüsse auf ihn ab. Angesichts des Mündungsfeuers und des infernalischen Krachens sah sich der Metzger getroffen und stürzte wie tot zu Boden. Nicht wahr, erklärte er die Situation vor Gericht, wenn man von Kugeln getroffen wird, spürt man zuerst rein gar nichts.

Alkohol als bester Freund

Als ihm nach einem Weilchen klar wurde, dass er noch lebte, rappelte er sich auf und stolperte zurück in die Wohnung, aus der er gekommen war. Der Mann, den er um etwas mehr Ruhe hatte bitten wollen, hatte mit einer Schreckschusspistole geschossen.


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