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Wendlingen

Wohnverlust wegen Mietobergrenzen

14.11.2019 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

WENDLINGEN (pm). Auf Einladung des Kreisverbandes Esslingen der SPD 60-Plus berichteten Ralf Brenner und Frieder Claus, Heimstatt Esslingen, von der Situation von Menschen, die an der Armutsgrenze im Landkreis Esslingen leben. Einkommensschwache Personen mit Hartz-IV-Leistungen dürften nur einfache Wohnungen im unteren Preissegment bewohnen. Dazu setzten die Landkreise „Mietobergrenzen“ fest, bis zu denen die Miete vom Amt übernommen werde. Der Landkreis Esslingen habe bis zum Sommer 2018 Grenzwerte festgesetzt, die vom Sozialgericht als rechtswidrig verworfen worden seien.

Der Landkreis habe dann die Unternehmensberatung Rödl & Partner mit der Entwicklung eines Konzepts für neue Mietobergrenzen beauftragt. Diese Firma habe das Kunststück fertiggebracht, trotz explodierender Mieten ein Drittel der alten Grenzwerte noch weiter abzusenken, was insbesondere auch Familien mit Kindern betreffe. Oberbürgermeister der Großen Kreisstädte hätten in einem Brandbrief an den Landrat vor einem Anstieg der Obdachlosigkeit gewarnt. Der Kreistag habe allerdings mit Mehrheit diese marktfremden Obergrenzen mit Wirkung ab August 2018 beschlossen.


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