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Witzige Vernissage mit Hakle Bunt in der Wendlinger Werkstatt

06.11.2007 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Witzige Vernissage mit Hakle Bunt in der Wendlinger Werkstatt

Alle zwei Jahre lädt die Künstlergruppe Hakle Bunt zu einer etwas anderen Vernissage mit Malwettbewerb in ihre Werkstatt, eine Lagerhalle in der Wendlinger Wertstraße ein. Drei Tage lang verwandelten zahlreiche Helfer die Halle mit Stellwänden aus Schalungsgittern und Dämmmatten in eine Galerie, die am Samstagmittag ihre Pforten öffnete. Das Thema des diesjährigen Malwettbewerbs um die Verleihung des Goldenen Pinsels lautete Krankheitsbilder. Rund 70 Künstler reichten die unterschiedlichsten Arbeiten ein von der Kinderzeichnung bis zu ambitionierten Projekten war alles darunter. Zu sehen gab es nicht nur die Beiträge für den Malwettbewerb, sondern auch das, was bei Hakle Bunt entstanden ist. Große Installationen, Kleinodien und dazwischen immer wieder die Litops, große Skulpturen aus grob behauenen Steinen und Schrottteilen. Das Thema Krankheitsbilder wurde in den unterschiedlichsten Formen und Techniken umgesetzt. Stephan Fuß wählte für seine Arbeit das Prinzip des Teekesselratens und stellte Schuppen, Krebs oder Polypen im jeweils doppelten Sinne des Wortes dar. Nicht nur einmal aufgegriffen wurde die Idee einer Erde, die an Menschen leidet, und die Vogelgrippe. Fotocollagen, Arbeiten auf Teppich und Fundholz, auf großer Leinwand oder kleine Miniaturen wie die Karies-Zähne von Verena Koch, die zusammen mit Süßigkeiten in Glaskugeln fast wie Christbaumschmuck wirkten, unterstreichen die Vielfalt der Wettbewerbsbeiträge. Allen gemeinsam: die fröhliche unbeschwerte Schaffensfreude. Den Goldenen Pinsel konnte am Ende Tim Stober mit dem Werk Der lange Weg zur Bikinifigur (links) erringen. Am Samstagabend lautete das Krankheitsbild Tinnitus: Auf dem Programm stand experimentelle Baumaschinen-Musik für Delmag-Explosionsrammen. Die Rammen, eine Flex auf Dohlengitter, ein geräuschmäßig an eine verzerrte E-Gitarre erinnerndes Druckluft-Gerät oder eine riesige fallende Trennscheibe waren nur einige der Komponenten, die zusammen keineswegs kakophonischen Baulärm erzeugten, sondern vielmehr ein an eine Jazz-Session erinnerndes musikalisches Hörerlebnis, begleitet von einer Feuerschau (Bild rechts). Den Abend und die Nacht beschlossen in der Halle die Bands x2, Sölle Föhne, Loonatikk und Horst. bg


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