Wendlingen

Vorsorge für schlechte Zeiten

24.02.2017, Von Sylvia Gierlichs — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Wendlingen stellt eine Million Euro für kommende Abgaben zurück

WENDLINGEN. Noch sind die Einnahmen, die die Stadt aus der Gewerbesteuer bezieht, hoch. Nach der Rekordmarke von 2015, die bei 10,92 Millionen Euro lag, konnte Kämmerer Horst Weigel 2016 12,15 Millionen Euro einbuchen.

Doch was die Stadt einerseits freuen kann, da mit diesen Einnahmen auch wichtige Infrastrukturmaßnahmen finanziert werden können, führt in zwei Jahren zu höheren Umlagen, die an das Land und den Landkreis abgeführt werden müssen. Hintergrund: Die Gewerbesteuer ist, neben der Grundsteuer, dem Einkommenssteueranteil und der Umsatzsteuer sowie den Schlüsselzuweisungen, ein Teil der Steuerkraftsumme der Stadt, die wiederum Grundlage für die Bemessung der Umlagen ist. Hohe Einnahmen führen so zu höheren Abgaben im Zuge des Finanzausgleichs (FAG).

Um diese Abgaben im Haushalt von 2018 besser abfedern zu können, erlaubt das neue kommunale Haushaltsrecht, nach dem Wendlingen seine Finanzen bilanziert, dass die Stadt Rückstellungen bildet. Bereits im vergangenen Jahr stimmte der Gemeinderat einer Rückstellung zu. Für eine höhere FAG-Umlage werden 410 000 Euro zurückgestellt, für die Kreisumlage 590 000 Euro. Die Zustimmung der Stadträte für diese Rückstellung von einer Million Euro war einstimmig.

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