Wendlingen

Von infernalischen Zuständen berichtet

13.05.2009, Von Günter Schmitt — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Junger Mann stand wegen Eigenanbau von Cannabis vor Gericht – Schuldig gesprochen

WENDLINGEN. Ein Wasserrohrbruch brachte alles an den Tag. Weil die Handwerker, welche die Ursache der Überschwemmung beseitigten, auch in die Wohnung darüber mussten, überließ ihnen der Mieter seinen Schlüssel. Der Junggeselle war tagsüber im Geschäft und konnte sie deshalb nicht selbst in die Wohnung lassen. So kam es, wie es wohl kommen musste.

Als die Handwerker die Küche des Junggesellen betraten trauten sie ihren Augen nicht. Der Mieter hatte einen Teil seiner Küche in eine kleine Cannabis-Plantage verwandelt, perfekt mit Wärmestrahlern von der Decke und Töpfen für die einzelnen Pflanzen. Den Handwerkern war gleich klar, dass es sich in diesem Fall um einen Betäubungsmittel-Selbstversorger handeln musste. Nach Rücksprache mit dem Chef wurde der Polizei ein Tipp gegeben.

Schon am andern Tag standen die Beamten vor der Tür. Der Mieter wusste gleich, dass Leugnen keinen Zweck hatte. Schließlich stand das Corpus delicti, acht offenkundig sorgfältig gepflegte und gut geratene Cannabis-Pflanzen, vor aller Augen. Außerdem lag nahebei in einem Beutelchen mit 164 Gramm das Resultat der letzten Ernte. Der Fall nahm also seinen Weg. Etliche Monate später musste sich der 26-Jährige wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz vor dem Nürtinger Amtsgericht verantworten.


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