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Wendlingen

Töchter Selmani: Keine Härtefälle

23.03.2018, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Anträge beider Töchter wurden ebenfalls abgelehnt

KÖNGEN (red). Vor rund zwei Wochen berichtete die Wendlinger Zeitung vom Schicksal der Familie Selmani. Die Kosovaren waren 2015 nach Deutschland gekommen. Die Mutter leidet unter einem schweren Herzfehler, der Vater wurde bei einem unverschuldeten Unfall in Köngen so schwer verletzt, dass ihm beide Beine abgenommen werden mussten. Der Familie droht die Abschiebung. Der Arbeitskreis Asyl, der die Familie betreut, hat für die Eltern und die beiden Töchter Härtefallanträge beim baden-württembergischen Innenministerium gestellt, damit die Familie in Deutschland bleiben kann.

Während die Härtefallkommission den Antrag für die Eltern gar nicht erst an den Innenminister weiterleitete, landeten die Anträge der Töchter Antigona und Arbnora auf dem Schreibtisch von Thomas Strobel. Doch der Innenminister sah auch für die beiden jungen Mädchen, die beide kurz davor sind, einen Ausbildungsvertrag als Altenpflegerinnen zu ergattern, offenbar keine Bleibeperspektive und lehnte die Härtefallanträge ab. Wie schon im Fall der Eltern erfolgte auch dieses Mal keine Begründung für die Ablehnung.

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