Schwerpunkte

Wendlingen

Streusalz: Eine Frage der Haftung

26.01.2021 05:30, Von Gaby Kiedaisch — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

WENDLINGEN. Während Städte und Gemeinden den Winterdienst meist mit Streusalz bewältigen, ist es Privatleuten in vielen Kommunen verboten, den Gehweg mit Salz freizumachen. So auch in Wendlingen. Hansjörg Fritz’ Frage letztens im Ausschuss für Technik und Umwelt betraf den Umweltgedanken: er wollte wissen, weshalb die Stadt Wendlingen Streusalz beim Räumen der Straßen und Gehwege verwendet, statt zum Beispiel Splitt einzusetzen. Nach den Worten von Bürgermeister Steffen Weigel hängt das mit der Verkehrssicherungspflicht zusammen. „Wir gehen damit auf Nummer sicher“, sagte er. Weigel sieht den rechtlichen Spielraum für die Kommune als zu gering an, falls jemand lediglich auf mit Splitt gestreuten Wegen verunglücken würde. Da stehe die Leiterin vom Bauhof, der für den Winterdienst in Wendlingen zuständig ist, in Haftung. Das Salz sei einfacher zu handhaben und gewähre mehr Sicherheit, dass keine glatten Stellen bleiben und damit die Gefahr von Stürzen auf Gehwegen sich erhöht oder sich Straßen zu spiegelglatten Fahrbahnen verwandeln.

Kommunen verwenden immer häufiger Feuchtsalze aus Kalzium- oder Magnesiumchlorid, weil die auf dem Straßenasphalt besser haften und vom Wind nicht in die Natur geweht werden, was die Umweltbelastung verringert. Zudem hat Feuchtsalz eine höhere Tauwirksamkeit und soll deshalb bei Glatteis effektiver sein.

Wendlingen