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Streuobstwiesen als kulturelles Erbe

17.02.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(pm) Die drei Umwelt- und Naturschutzverbände LNV, Nabu und BUND in Baden-Württemberg unterstützen den vom Verein Hochstamm Deutschland eingereichten Antrag auf Anerkennung des Streuobstanbaus als Immaterielles Kulturerbe durch die UNESCO. Das Land Baden-Württemberg hat den Antrag auf Anerkennung im April 2020 bereits befürwortet. Als nächster Schritt steht nun auf Bundesebene die Entscheidung der Kultusministerkonferenz im März an. Gleichzeitig sehen die Verbände die Streuobstbestände im Land aufgrund sinkender Preise für Bio-Mostobst weiter gefährdet.

Der Nabu sieht auch die Landesregierung in der Pflicht, um den Streuobstanbau in eine gesicherte Zukunft zu führen: „Baden-Württemberg ist Streuobstland Nummer eins – nicht nur bundesweit, sondern in ganz Europa. Doch vor allem Hochstämme sind von Überalterung und mangelnder Pflege bedroht. Gerade die Hochstamm-Obstbaumwiesen sind aufgrund ihres Artenreichtums für den Erhalt der biologischen Vielfalt von immenser Bedeutung. Damit Streuobstwiesen weiterblühen können und als artenreiche Kulturlandschaft erhalten und gepflegt werden, brauchen ihre Besitzer mehr Unterstützung von der Landesregierung“, sagt Ingrid Eberhardt-Schad, Streuobstexpertin beim Nabu Baden-Württemberg. „Die Baumschnittprämie ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Dennoch braucht es weitere Anstrengungen, um diesen einzigartigen Lebensraum zu erhalten.“

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