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Wendlingen

Spatenstich für Gemeindezentrum und Wohnprojekt der Bruderhaus Diakonie in Wendlingen

19.09.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

„Freiheit – die Verträge sind gemacht. Und es wurde viel gelacht“ – die Hymne von Marius Müller-Westernhagen begleitete den Spatenstich für das sogenannte „Unterstützungszentrum Wendlingen“, also das Haus, in dem auf dem Gelände der abgerissenen Johanneskirche 23 Menschen mit Behinderung leben werden und das Gemeindezentrum der Evangelischen Kirchengemeinde. „Das Wetter spielt mit, was wollen wir mehr“, freute sich Ute Schwarzkopf-Binder von der Bruderhaus Diakonie. Die Teilhabe der Bewohner am Stadtgeschehen ist wichtiger Bestandteil des Bauprojekts in der Wendlinger Stadtmitte. Darauf weisen auch zwei der drei Banner hin, die nun am Bauzaun hängen. Mit dem dritten Banner werden all jene angesprochen, die sich vorstellen können, an dem Konzept der Wohngruppe – „Teil haben, Teil sein“ – beruflich mitzuwirken. Der Geist der Freiheit, den Müller-Westernhagen ja bereits besungen hatte, er soll, so wünscht es sich Pfarrer Peter Brändle, auch durch den Neubau wehen, der Kirchenraum als Freiraum, als offenes Haus empfunden werden. Um die Lücke zu schließen, die im Etat für den Bau des Zentrums noch offen ist, seien Spenden willkommen, so Brändle. Der Vorsitzende der Evangelischen Kirchengemeinde, Hans-Georg Class, erinnerte an das demokratische Ringen um die Zukunft der Gemeinde. Dass die Kirchengemeinde einen langen Atem bewiesen hat, dazu beglückwünschte sie Wendlingens Bürgermeister Steffen Weigel. Ein offenes Haus, einladend und freundlich, den Menschen zugewandt und weiterhin mit einem Glockenturm werde bis 2022 entstehen. Er begrüßte die hohe Kontinuität für das Stadtbild – garantiert wird sie durch das Architekturbüro „Drei Architekten“, das 2007 auch schon das Wendlinger Stadthaus entworfen und realisiert hatte. Der Weg vom Entwurf des Unterstützungszentrums bis zum Spatenstich war auch für Architekt Rainer Streule lang. 2015 hatte der Architektenwettbewerb stattgefunden, die Baufreigabe erfolgte 2020. „Uns war wichtig, dass Teile der Johanneskirche sich auch im Neubau wiederfinden“, sagte Streule. sg/Foto: factum/Weise

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