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Schutz für Streuobstwiesen fast wirkungslos

06.08.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ein Jahr Biodiversitätsgesetz: Eine Bestandsaufnahme zeigt auch bei Schottergärten Nachbesserungsbedarf. Positiv ist, dass in der Landwirtschaft die Ökoanbaufläche gewachsen ist und die landwirtschaftlichen Förderprogramme angepasst wurden.

Streuobst: Gefährdetes Artenparadies. Foto: NZ-Archiv
Streuobst: Gefährdetes Artenparadies. Foto: NZ-Archiv

Vor einem Jahr hat der Landtag das Biodiversitätsstärkungsgesetz verabschiedet. Für den Nabu Baden-Württemberg war das Gesetz ein wichtiger Meilenstein, um den Arten- und Biotopschutz im Land voranzubringen. „Insgesamt waren wir Naturschützer sehr erfreut über das Gesamtpaket, es war an einigen Stellen zwar schwächer als das ursprüngliche Volksbegehren, bot in Summe aber deutlich mehr als das Volksbegehren. Jetzt zeigen sich jedoch Schwächen bei der Umsetzung, vor allem unter kommunaler Zuständigkeit“, fasst der Nabu-Landesvorsitzende Johannes Enssle zusammen. Leider sei der im Naturschutzgesetz neu eingeführte Paragraf zum Schutz der einzigartigen Streuobstbestände im Land ein zahnloser Tiger. „Landauf, landab planen die Kommunen Baugebiete in die Streuobstwiesen hinein. Die artenreichen Lebensräume werden unvermindert gerodet und überbaut. Offenbar reizen viele Kommunen und Untere Kreisbehörden ihren Ermessensspielraum systematisch und fragwürdig zugunsten von Bebauungen aus, trotz Ermahnungen des Umweltministeriums. Hier muss das Land klare Kante zeigen und beim Schutz der Streuobstwiesen vor Überbauung sowie beim Flächenverbrauch nachschärfen“, fordert Enssle.


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