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Ostermarsch – einmal anders

08.04.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

ESSLINGEN (pm). An Ostern wird traditionell auch für den Frieden demonstriert. Vor genau 60 Jahren wurden in Deutschland die ersten Ostermärsche aus dem pazifistischen Aktionskreis für Gewaltlosigkeit heraus angeregt, nachdem die Erprobung von Honest-John-Atomraketen in der Nähe des ehemaligen KZ Bergen-Belsen bekannt wurde. Damals waren die behördlichen Auflagen teils schikanös. 1979 erfuhren die Ostermärsche eine Renaissance, als sich die Menschen gegen den Nato-Doppelbeschluss wandten.

Nun jedoch zwingt das Corona-Virus die Friedensbewegung, zu pausieren. Statt also zu Fuß für mehr Frieden auf der Welt und für mehr Abrüstung zu demonstrieren, ruft das Friedensbündnis Esslingen dazu auf, über Ostern Friedensfahnen in die Fenster und von den Balkonen zu hängen. Die Friedensbewegung fordert mehr Investitionen in den Gesundheitssektor statt in die Bundeswehr und warnt vor einer Militarisierung im Rahmen der Corona-Krise. Diese kann nur überstanden werden mit Solidarität und praktischer Hilfe zwischen den Menschen und über Landesgrenzen hinweg.

Das Friedensbündnis fürchtet, die Krise könne mit generellen Gesetzesverschärfungen sowie einer weiteren Aufrüstung etwa im Bereich von Überwachung und der Polizei einhergehen und es könne versucht werden, die Einschränkungen der Grundrechte über die Gesundheitskrise hinweg aufrechtzuerhalten.


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