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Orgel der Jakobskirche wird generalüberholt

07.07.2017 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die letzte sogenannte „Ausreinigung“ der Orgel in Bodelshofen fand vor 35 Jahren statt. Dabei sollte eine Pfeifenorgel alle 15 bis 20 Jahre generalüberholt werden. Höchste Zeit also, die Orgel der Jakobskirche von dem in den Jahren angesammelten Staub und Schmutz zu befreien. Dabei werden das gesamte Pfeifenwerk sowie alle Windladen ausgebaut. Einiges muss dabei auch wieder instand gesetzt werden. Bei der aus dem Jahre 1927 stammenden Orgel handelt es sich um eine Weigle-Orgel. Sie wurde als op. 605 erbaut, die Vorgängerorgel war abgängig. Eine Besonderheit der Orgel ist ihr pneumatisches Steuerungssystem. „Dabei wird beim Drücken einer Taste ein Luftimpuls durch kleine Lederbälgchen generiert, der über Bleirohre unter die Orgelpfeifen geleitet wird und dort das Ventil für die Pfeife öffnet“, erläutert Kantor Urs Bicheler das Verfahren. Neben dem Motorbetrieb des Blasebalgs, kann er auch bei Stromausfall per Hand betrieben werden und zwar mit einem Seil hinter der Orgel, an dem regelmäßig gezogen werden muss. Um den ein Stockwerk höher angebrachten Blasebalg wurde außerdem ein Einhausung vom Zimmermann gebaut, sodass er künftig vor Temperaturschwankungen besser geschützt ist. Auch der Blasebalg selbst musste überholt werden. Ralph Krauter (Foto), Orgelbauer der gleichnamigen Firma Krauter Teichmann aus Pforzheim, schätzt rund 300 Stunden für Ausreinigung und Instandsetzung. „Eine sehr zeitaufwendige Arbeit“, so Krauter. Mit Kosten von etwa 16 000 bis 17 000 Euro rechnet deshalb Bicheler. Das Geld wird komplett aus der Orgelrücklage der Kirche finanziert. Nach den Sommerferien soll die Kirchengemeinde dann wieder in den Genuss des Klangs der Orgel kommen. gki

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