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"Mit Scheuklappen kann man nicht lernen"

03.03.2007, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Sprache ist mehr als ein Instrument zur Verständigung Von Reza Maschajechi

Das Lieben und Lernen von zwei Sprachen, meiner Muttersprache Persisch und der deutschen Sprache, machte mich zu dem Menschen, der ich jetzt bin. Zufrieden, einfach zufrieden. Für mich ist die Sprache mehr als nur ein Instrument zur Verständigung zweier Menschen. Sie ist ein unerklärliches Phänomen. Je mehr man lernt und sich in sie vertieft, umso spannender und interessanter wird sie.

Erst in reiferem Alter konnte ich erfahren, warum die Sprache so wichtig ist. Sie ist der Anfang aller Dinge. Ohne die Sprache können wir unser Wissen und unsere Erkenntnisse nicht erklären und weitergeben. Schon als Kind habe ich mich mit Wörtern beschäftigt, mit ihnen gespielt. Sie genau beobachtet, auseinandergenommen, wieder neu zusammengesetzt. Die Redewendungen sind besonders faszinierend. Sie haben oft eine tiefe Bedeutung. Zum Beispiel: Er ist beschränkt. Unsere Assoziation dabei ist, er ist engstirnig, dumm. Wobei die richtige Bedeutung des Wortes wäre begrenzt sein. Das heißt, derjenige, der begrenzt und eingeschränkt ist, kann nicht lernen, folglich bleibt er dumm. In der Tat kann man nur in geistiger und sozialer Freiheit lernen. Geistige Freiheit erlangt der, der sich von Ballast befreit.


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