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Menschen brauchen Zeit für Trauer AG Hospiz fordert auf, trauernde Menschen durch die Adventszeit zu begleiten

12.12.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(gg) Für viele Menschen beginnt jetzt die schönste Zeit des Jahres: das Warten auf Weihnachten. Für andere beginnt jetzt aber eine Zeit des Grauens. Menschen, die von einem Angehörigen endgültig Abschied nehmen mussten, sehen der Advents- und Weihnachtszeit meistens mit großen Ängsten entgegen. Vielleicht ist gerade die Adventszeit eine gute Gelegenheit, sich Zeit zu nehmen, um mit einem trauernden Menschen ins Gespräch zu kommen. Was hilfreich ist in der Zeit der Trauer, schilderte Prälat i. R. Martin Klumpp aus Stuttgart kürzlich bei einem Vortragsabend.

Die Arbeitsgemeinschaft Hospiz Kirchheim und das Abendforum Bissingen hatten dazu eingeladen. Martin Klumpp verfügt als Seelsorger und Therapeut über eine langjährige Erfahrung in der Begleitung von trauernden Menschen. Warum es klug ist, sich mit dem Sterben auseinanderzusetzen, begründete er so: wir alle werden es im Laufe unseres Lebens erfahren, dass Menschen aus unserer Familie oder aus dem Freundeskreis sterben. Wir lernen den Umgang mit der Trauer nicht in der Schule, sind dann oft hilflos. Es ist klug, sich rechtzeitig damit zu beschäftigen, damit wir nicht „dumm rausschwätzen“. In gut gemeinter Absicht kann man einen trauernden Menschen durch einen leichtfertig dahingesagten Satz verletzen. In der Beschäftigung mit dem Tod entdecken Menschen, wie Leben geht.


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