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Landesregierung beschließt das Aus für Grabsteine aus Kinderarbeit

08.03.2021 05:30, Von Sylvia Gierlichs — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Gesetzesnovelle des Landes soll Kommunen bei der Neufassung ihrer Friedhofssatzungen Rechtssicherheit geben

Kinderarbeit – wer würde von sich behaupten, dass er diesem Thema gleichgültig gegenüber steht? Doch Kinderarbeit begegnet uns ständig in all den Konsumgütern, die uns umgeben. Sogar das Material für Grabsteine wird teils in Ländern wie Indien abgebaut. Von Kindern. Das neue Bestattungsgesetz soll das nun verhindern. Aber wie so oft: die Tücke steckt im Detail.

Etliche Grabsteine auch auf Friedhöfen zwischen Wendlingen und Nürtingen werden aus Steinen hergestellt, die von Kinderhänden aus Steinbrüchen in Indien, China oder Vietnam herausgebrochen wurden. Foto: Holzwarth
Etliche Grabsteine auch auf Friedhöfen zwischen Wendlingen und Nürtingen werden aus Steinen hergestellt, die von Kinderhänden aus Steinbrüchen in Indien, China oder Vietnam herausgebrochen wurden. Foto: Holzwarth

Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2021 zum Jahr zur Abschaffung der Kinderarbeit ausgerufen. Sie ist zwar in den letzten zehn Jahren weniger geworden, die indische Kinderrechtsorganisation Bachpan Bachao Andolan allerdings berichtet, dass in Indien etwa 100 000 Kinder in Ziegeleien und Steinbrüchen arbeiten. Viele Steine nehmen dann ihren Weg nach Deutschland, wo sie zu Grabsteinen weiterverarbeitet werden. Zwischen 50 und 80 Prozent macht der Anteil der indischen Steine aus.


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