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Krebspest: Gewässer noch ein Jahr gesperrt

18.02.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

KIRCHHEIM (pm). Im Trinkbach auf Höhe des Kirchheimer Teilortes Jesingen wurde bereits im September 2019 der Ausbruch der Krebspest festgestellt. Bei der Krebspest, einem Eipilz, handelt es sich um eine Tierseuche aus Nordamerika, die für die drei heimischen, selten gewordenen Flusskrebsarten Edelkrebs, Dohlenkrebs und Steinkrebs tödlich verläuft. Eine Gefahr für Menschen und andere Tiere besteht aber nicht.

Um eine Verschleppung der Krebspest zu vermeiden und die noch vorhandenen Bestände der heimischen Edel- und Steinkrebse vor einer Infektion zu schützen, wurden seither umfangreiche Schutzmaßnahmen umgesetzt. Über eine Allgemeinverfügung wurde der wasserrechtliche Gemeingebrauch zunächst bis Ende letzten Jahres eingeschränkt.

Die Schutzmaßnahmen waren anfangs erfolgreich. Allerdings war die Bekämpfung dann doch schwieriger als gedacht, denn im Frühjahr 2020 flammte die Krebspest im unteren Trinkbach wieder auf. Die bei einer Kontrolle gefundenen infizierten und toten Krebse belegen, dass sich die Infektion im Gewässer weiter nach oben ausgebreitet hat. Ziel ist es nun, die Verschleppung der Infektion in andere Gewässer zu verhindern.


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