Wendlingen

Köngen hat nun einen eigenen Kaffee

07.10.2019 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Nein, natürlich ist die Gemeinde Köngen nicht unter die Kaffeebauern gegangen. Doch als Fair-Trade-Town lässt sie sich eine Menge einfallen, um den Gedanken des fairen Handels noch bekannter zu machen. Der Kaffee selbst stammt aus Peru. Die 10 000 Bauernfamilien, die ihn anbauen, gehören zum Projekt Pidecafé, einem Entwicklungshilfeprojekt. Und obwohl Peru ganz schön weit weg ist: die Idee stammt von einem Schwaben, dem Diplom-Biologen Dr. Rudolf Schwarz aus Tübingen, der gemeinsam mit peruanischen Agraringenieuren die Landflucht der Kaffeebauern verhindern wollte. Am Dienstag wurde der Köngener Kaffee nun in der Eintrachthalle vorgestellt. Und Susanne Sauer von der Bad Uracher „Initiative Überleben“ erläuterte den Kaffeeliebhabern die Situation in Peru. Ihre Bilder aus der Anbauregion, die sie aus eigener Anschauung kennt, waren eindrücklich. Ihre Schilderungen gaben den Köngenern Einblicke in das Leben der Bauernfamilien. Die Initiative Überleben hat sich Hilfe zur Selbsthilfe auf die Fahnen geschrieben. Und die Bauern beim Aufbau von Gemüsegärten, Schulbibliotheken, Kochherden, Latrinen und bei der Aufforstung beraten. Mittlerweile stehe die Einkommenssicherung der peruanischen Bauern im Vordergrund. Mit der Beteiligung an dieser Initiative hat die Gemeinde Köngen ihren Ruf als Fair-Trade-Town gefestigt. sg/Foto: pm

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